Mittwoch, 25. März 2009

Der Kampf um die Glühbirne

Brüssel verbietet die Glühbirnen, weil die Bürokraten und Funktionäre in Brüssel besser wissen, wie die Bürger in Europa ihren Strom in Licht umwandeln.

Die einzelne Lampe spart Strom, viele Lampen sparen viel Strom, viel Strom zu sparen ist gut für das grün-ökologische Gewissen. Für mehr nicht. Ablasshandel im 21JH neu aufgelegt, die katholische Kirche wird sich ärgern, nicht selbst darauf gekommen zu sein.

Eine weitere Ebene des Spiels ist der Machtkampf der EU-Bürokraten über das Bürgerverhalten. Was lassen sich die Bürger noch alles vorschreiben, befehlen, wegnehmen - wo ist die Grenze für den staatlichen Einfluß, das "Durchgreifen" in die Privatsphäre der Bürger? Hier bei den Glühbirnen jedenfalls nicht. Das ist den Bürgern erstmal nicht so wichtig. "Es ist doch für die Umwelt gut!", meinen sie. Vielleicht ist es auch für die Firmen gut, deren Lobbyisten es geschaft haben, die EU-Bürokraten zu einem neuen Machtspiel zu verleiten.

Es gibt ja eigentlich wesentlich wichtigere Fragen im Leben, nicht nur für die Menschen im vergleichsweise reichen Europa. Es geht um Massenmord in Afrika, Kindersterblichkeit, sauberes Trinkwasser, Wohlstand für den ärmeren Rest des Planeten, es geht um Millionen Menschen und deren Überleben und Wohlergehen. Da ist es sicherlich (nicht?) angemessen, dass sich "die Politiker" zuerst mal um die Glühbirne kümmern! Das wäre auch nicht anders gegangen, nein! Es braucht Politiker, um den dummen Bürgern (abwertend genannt "Verbraucher" - das schlimmste Schimpfwort, dass man einem mündigen Bürger sagen kann!) mal endlich zwangsweise begreiflich zu machen, dass man mit weniger Energie die gleiche Menge Licht erhält, bzw. mit einer gegebenen Energiemenge weniger ("unnütze"?) Wärme erzeugt. DAS kann ein "Verbaucher" mit seinem kleinen bischen Verstand nicht selbst bemerken! Ein dummer "Verbraucher" kann nicht im Regal selbst entscheiden, was er beim nächsten Mal in die Fassung schrauben wird, welche Farbe, welche Form, welche Technologie! Vielzuviel Auswahl, eine Überforderung, da ist er wieder, der berühmte "Konsumterror"!

Das wollen doch "die Politiker" nicht, dass der "Verbraucher" überfordert wird. Vielleicht würde er sogar noch selbst anfangen NACHZUDENKEN oder zu WÄHLEN. Vielleicht würde er merken, dass seine Handlungen Folgen haben. Für diese Folgen müsste er selbst zahlen! Vielleicht würde er diese Erkenntnis sogar auf die EU-Bürokratie richten und sich überlegen, was er davon hat, wenn dort immer mehr und immer schlechter regiert wird. Der Verbraucher könnte - und das hat er bei seiner Glühbirne gelernt - WÄHLEN, was für ihn selbst das beste ist. Das wären dann bestimmt nicht die bisher handelnden Bürokraten und Gottspieler. Das sollte man doch verhindern, oder?

Also: WEG mit der GLÜHBIRNE! HER mit der sozialistischen Diktatur!
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