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Sonntag, 23. Oktober 2011

Cassandra?

Tony Sommer kommentiert in Facebook:
Ich frage mich ständig, was ausser Poltern, der Herr Schäffler wirklich drauf hat.
Der Autor fragt sich, wo hat Frank Schäffler "gepoltert"? Gibts das auf YouTube zum Selberansehen? Der Autor kennt ihn nur als höflichen, ruhigen Menschen, der mit Sachargumenten arbeitet, wie es auch z.B. HO Solms tut. "Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren, und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren." (Gandhi)

Vielleicht ist das auch eine Frage, die man allen Abgeordneten-Kandidaten durchaus intensiver stellen muss - in Stadt, im Land, im Bund und für Europa!

  • Was ist die berufliche Kompetenz (sofern diese überhaupt benötigt wird)
  • was ist die persönliche Kompetenz, (sofern uns das überhaupt etwas angeht)
  • was ist die politische Kompetenz - Wie liberal bist Du? Wieviel Rückgrat hast Du, wenn es darauf ankommt? Wirst Du deine Entscheidungen nach Vorgabe von Oben treffen oder auch mit den einfachen Mitgliedern sprechen? Stellt Du deine Posten über den Nutzen der Bürger?
Nach Meinung des Autors hat der oben erwähnte MdB einiges Gutes drauf, viele andere haben wesentlich weniger zu bieten.
Es müsste doch möglich sein, von einem MdB erwarten zu können, dass er konstruktiv mitarbeitet, wie der ESM zu arbeiten hat, damit genau die geschürten Befürchtungen nicht eintreten!
Der Autor ist der Meinung, dass sich jeder Wähler fragen sollte, was ER/SIE von "ihrem" Abgeordneten erwartet - das macht Tony Sommer schon ganz richtig und verweist auf (m)einen Blog zu diesem Thema.

"Konstruktive Zusammenarbeit" würde ich auch dazuzählen. Wobei es natürlich Grenzen gibt, wenn die andere Seite ihrerseits nicht konstruktiv verhält, sondern taktische Machspiele und persönliche Kritik beginnt. 


Ob es möglich ist z.b. als Henker bei einer Todesstrafe mitzuarbeiten, wenn man selbst gegen die Todesstrafe ist, das halte ich -gelinde gesagt- für eine Gratwanderung.

Es geht m.E. nicht um den Begriff ESM als solchen, es geht um die vielen sehr negativen Eigenschaften und Folgen, die mit dem ESM auf die dt. Bürger kommen werden.

Wie soll die Welt Respekt vor EUROPA bekommen, wenn man hier nicht mal in der Lage ist, mit dem ESM ein Konstrukt zu schaffen, das auf europäischer Ebene so arbeitet, wie der IWF auf internationaler Ebene!
Welcher "Respekt vor Europa" der übermäßigen Schuldenmacher, der vertragsbrüchigen Regierungen, der Sündenbock-Beschuldiger , der Bevölkerungswillen-Ignorierer ist wohl gemeint?? Wenn sich das größte Land Europas selbst verarmt, wird dies den Ländern in und um Europa wirklich helfen?
Sich hier der Mitarbeit zu verweigern ist einfach nur destruktiv.
M.W. hat sich der o.g. MdB einer Mitarbeit nicht verweigert, sondern durchaus mitgearbeitet, z.B. in dem er die für ihn wichtigen Aspekte vorgetragen hat. Bestimmt erst intern, dann auch extern. DAS ist sein Auftrag, sein Mandat - nach seinem Gewissen seine Entscheidungen zu treffen.
Um danach sagen zu können...."ich habs ja immer schon gewusst"....
 Es kann -gott sei Dank- noch kaum jemand in den Kopf und die Gedanken anderer Menschen hineinsehen. Also ist das eine (m.E. miese, ) haltlose Unterstellung, die nur dazu dienen soll den Protagonisten persönlich herabzusetzen. Dies ist nach meiner Beobachtung genau der übliche Stil der FDP-Bundestagsfraktion, ihrer Unterstützer und Nutznießer, die uns alle in diese Lage gebracht hat. Dagegen lehnen sich immer mehr FDP-Mitglieder auf. Die Wähler haben sich längst angewiedert abgewand - so kommt man von 14,6% auf 1,8% herunter. Das ist wahrlich kein Dienst am Liberalismus oder an der Freiheit der Menschen in Europa.

Cassandra gilt als eine tragische Figur, die das Unheil immer voraussah, aber bei ihrer Umgebung kein Gehör fand.

Freitag, 7. Oktober 2011

Kritiker - Populismus

Manfred Vandersee definiert
Populismus ist das Synonym für: Der politisch Andersdenkende äußert sich kritisch zu einem Sachverhalt, aber die fundierte Kritik lässt sich nicht mit Argumenten widerlegen, weil sie wahr ist.
Das macht m.E. den Reiz an einer Kritik aus, wenn die Kritik auf echten Tatsachen beruht und hinweist, die sonst absichts- und kunstvoll verschwiegen oder unterdrückt werden sollen, die jemand nicht hören will, andere nicht sagen sollen:
"Der Kaiser ist ja nackt!"
Die Kritik deckt auf,
  • dass die vorgeblichen Gründe nicht tragfähig, 
  • die Konzepte nicht genügend durchdacht, 
  • die Folgen unabsehbar sind, 
  • die Fakten mit den angeblichen Schlüssen nicht zusammenpassen, 
  • andere, als die beabsichtigten Empfänger, bevorteilt werden
  • die Kosten weitaus größer sind, als angegeben
  • die Allmächtigen doch sehr menschlich und fehlbar sind
  • die Allwissenden nicht alles wissen
  • ...
"Populistisch" wird es, wenn absehbar ist, dass diese Kritik in breiteren Bevölkerungskreisen ebenfalls bekannt sind. Der Kritiker des Populismus will m.E. verhindern, dass daraus Handlungen oder Unterlassungen größerer Bevölkerungsteile werden, was sich im Zeitalter von Internet, sozialen Netzen als recht schwierig erweist.

Im Gegenteil kann offene Kritik nach Meinung des Autors dazu führen, dass
  • politische Vorschläge mehr und bessere Qualität haben, als sie ohne öffentliche Kritik hätten, 
  • dass offensichtlichste Fehler unterlassen oder bald korrigiert werden
  • dass gute und konstruktive Vorschläge eine breite Unterstützung und Akzeptanz im Volk finden
  • dass sich die Menschen mit einem Thema intensiver auseinandersetzen, als sie es sonst getan hätten
  • dass die Führung sich mehr an dem ausrichtet, was die Menschen im Lande mittragen, wollen, können
  • ...

Sonntag, 24. Oktober 2010

KVK und vereinzelte Kritik

Die Kreisvorsitzenden der FDP werden eingeladen mit der obersten Parteiführung zu konferieren. Anlass ist die Spanne zwischen den vielfachen Erfolgsmeldungen aus der FDP-Bundestagsfraktion über die schwarzen (Nicht-)Entscheidungen und den aktuellen FDP-Umfragewerten, die seit dem Wahlabend von 14,6% der Stimmen auf 3% der Stimmen zurückging - was ja eine reife Leistung ist (Motto der Veranstaltung: "Wir machen den Unterschied"). Die Wirtschaft scheint anzuspringen, die Arbeitslosenzahlen gehen zurück, aber keiner führt dies auf die Arbeit der FDP-Fraktion zurück?

Der Autor findet es schön, dass sich die FDP-Führung mit unteren Führungskräften und Repräsentanten der Partei zusammensetzt und konferiert - die Einen oben auf dem Podium, die Anderen unten in der Halle. Schade, dass man sich nicht zu einer Klausurtagung zusammengesetzt hat - ohne Presse.

Unser FDP-Vorsitzender spricht wieder schöne Worte: Die FDP sei die "Dafür-Partei" - Offen bleibt leider, für was die FDP unter dieser Führung steht: Mehr Staat, weniger netto für die Bürger, mehr und neue Steuern? Er legt den Finger in die Wunde:
Kaum gebe es Angriffe, "werden wir unsicher", sagte der FDP-Chef.
Die FDP-Fraktionsvorsitzende Homburger verweist völlig zu recht darauf, dass man auch die Chancen betrachten muss, nicht ausschließlich eventuelle Risiken.
FDP-General Lindner verspricht (wieder mal), dass jetzt Konsequenzen gezogen würden. Er erwähnt die Wahl Deutschlands in den UN-Sicherheitsrat, dessen Folgen oder Nutzen für die Deutschen oder für die Welt leider noch nicht ganz geklärt bzw. der Bevölkerung vermittelt sind. Er betont aber auch Selbstverständliches, namentlich dass die FDP in einer politischen Frage ihre Position vertreten hat?!
Leider ist es kaum eine Leistung, dem Oppositionsführer einen "denkwürdigen" Auftritt zu attestieren. Nach Ansicht des Autors wäre es nötig, den scheinbaren, kurzfristigen und Klientel-orientierten Argumenten Gabriels (momentaner SPD-Chef) die langfristigen und am Nutzen der Allgemeinheit orientierten liberalen Argumente entgegenzuhalten. Vielleicht ist aber auch eine Rede bei der KVK nicht der angemessene Ort und die falsche Zeit dafür, genau so wie in einer partei-eigenen Pressemitteilung über die KVK? Letztlich will der FDP-General die vereinzelte Kritik der wenigen Selbstdenker beenden:
Auf der KVK solle diese „Phase der kritischen Selbstbetrachtung aber auch enden".
Wer legt fest, wann die vereinzelte Kritik endet? Die Kritiker oder die Kritisierten? Sind die Kritikpunkte schon abgearbeitet, dann werden die bisherigen Kritiker sicherlich verstummen. Besteht keinerlei Hoffnung mehr, dass die erwähnten Kritikpunkte angegangen werden, so werden die Kritiker sicherlich die Partei verlassen, sich einer anderen Partei anschließen oder einen eigene, neue Partei eröffnen. Wird Kritik völlig verstummen? Es wird immer ein paar Querköpfe geben, die mit unrealistischen Forderungen ihre Stimme erheben. Im Rahmen der Meinungsfreiheit können die Liberalen das gut aushalten.
Ist Kritik für eine Partei etwas passives, etwas was man erdulden muss? Ist Kritik etwas, was eine Partei in die Defensive bringen kann? In den letzten Jahrzehnten hat der Zeitgeist und seine vermeindlichen Propagandisten oft und viel Kritik an den liberalen Überlegungen geübt, Kritik an jedem Vorschlag, an jeder Entscheidung, auch persönliche und verletzende Kritik am liberalen Personal sind üblich und unter Linken wie Rechten üblich. Wieso konnte eine so gut und einig aufgestellte liberale Partei in eine "Defensive" kommen? Haben die 71.000 Mitglieder plötzlich Angst vor dem eigenen Erfolg bekommen oder hat die FDP-Führung seit einem Jahr kaum etwas von den angeblichen Zielen und Überzeugungen konsequent verfolgt und durchgesetzt?
Hat sich die Partei- und Fraktionsführung auch der populistischen Entscheidungen der schwarzen Regierungschefin angeschlossen, statt auf dem richtigen, harten Weg von staatlichen Sparmaßnahmen zu bestehen, den Leistungsträgern und Lasteseln der Gesellschaft ihr bitteres Los zu erleichtern, die Bürokratie in Deutschland spürbar abzubauen, Steuern zu senken?

Die CSU ist leider weiterhin Kronzeuge der links-sozialistischen Opposition. Die FDP-Führung versucht die Staatsgläubigen noch links zu überholen. Die FDP-Führung vertraut nicht den Bürgern und den Unternehmen sich auf dem immer globalisierteren Arbeitsmarkt die notwendigen Arbeitnehmer zu suchen - nein, man sieht die Notwendigkeit einer staatlich "gelenkten Zuwanderung". Man wird anscheinend nicht die geschaffenen Systeme ändern, die weiterhin falsche Signale an die falschen Migranten senden: Kommt nach Deutschland, hier bekommt jeder Geld, auch ohne Arbeit. Wer in Deutschland legal arbeitet, ist ein Depp. In Sachen PID: "Wir sehen die Risiken" - aber wir werden nicht mit euch darüber diskutieren.

Der Autor findet es echt gut, dass Aufzeichnungen so zeitnah auch im Internet und an den üblichen Orten ("Youtube") hinterlegt werden. Leider sind nur die Videos der Funktionäre eingestellt worden. Die Redebeiträge der Kreisvorsitzenden vermisst man schmerzlich und muss sie sich aus der meist missgünstigen Holzpresse erschließen (WELT, SPON, etc. ).
Aber seit heute ist ja eh Schluß mit Reden. Jetzt kommen die Konsequenzen, die bereits nach der "Euro-Rettungspaket-Panik" versprochen wurden, die bereits nach der NRW-Wahl versprochen wurden, aber jetzt werden ungenannt bleibende Konsequenzen aus den ungenannt gebliebenen Lehren gezogen und in ungenannte Maßnahmen umgesetzt. Dann ist keine vereinzelte Kritik mehr nötig. Schauen wir nach vorne!

Sonntag, 21. Juni 2009

GLOBALE Mittelhessen 2009

Auch in Gießen dürfen sich Globalisierungskritiker städtischer Räume bedienen, wie man hört dem Jokus. Den Pius-Brüdern wurde es verboten, aber die Linken dürfen alles?

Die weitere Koordination und Vernetzung ist vielleicht nicht das, was die Stadt Gießen unterstützen sollte, vergl. hier

Nachtrag1:
Bericht über die Veranstaltung
Link zur Webseite