Donnerstag, 28. Oktober 2010

Atomstrom-Lüge oder nicht?

Der zwangsweise finanzierte Staatssender ZDF erfreut die Bürger mit einer Sendung zur Atompolitik unter dem Titel und Untertitel:
Die Atomstrom-Lüge - Verschwiegene Kosten, getäuschte Verbraucher
ahnt der geneigte Leser schon, wohin der Hase laufen soll: Man spart beim ZDF sich sogar die sonst üblichen Fragezeichen, mit der Behauptungen zu vermeindlichen Fragen journalistisch "aufgewertet" werden ;-)
Man freut sich auf weitere, neutrale und geprüfte Arbeitsergebnisse zweier Journalisten, die bestimmt auch eine Redaktion von ihrer Arbeitsqualität überzeugen konnten, bevor sie auf die Antenne durften. Man liest im Teaser:
Atomstrom ist angeblich billig. Eine Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken soll daher helfen, die Energiepreise zu senken. Mit diesem Argument erlebt die Kernenergie-Debatte derzeit eine Renaissance.
Das Wort "angeblich" zeigt dem Leser, dass man hier eine Behauptung vor sich hat, die - wie viele andere Behauptungen auch - angezweifelt wird. Das ist sicherlich richtig. Die Autoren distanzieren sich so von der Aussage / Behauptung "Atomstrom" SEI billig. Sie liefern leider keine Tabelle mit aktuellen Zahlen aus verschiedenen Ländern und den Kosten bzw. den Preisen, die für Atomstrom dort verlangt werden. Sie weisen auch keine Quelle nach, die die Behauptung aufgestellt hat, bzw. deren Hintergrundinformationen.
Irgendjemand kann auch die AKW-Laufzeitverlängerung auch mit den meist staatlich stark beeinflussten Strompreisen in Verbindung gebracht. Konkrete Quellen braucht es nicht - das ist Allgemeinwissen oder "Volksglauben".
Doch Experten wie der Energiewissenschaftler Olav Hohmeyer vom Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung (SRU) halten die These von sinkenden Preisen durch Laufzeitverlängerungen für falsch.
Die Journallie hat aber Hoffnung, dass jemand Fortschrittliches den linken Weg auch kennt und dem tumben Bürger aufzeigen kann. Sie bringen (die) unkrisierbaren Fachleute und Experten ins böse Spiel und nehmen davon ganz zufällig einen für alle wie auch immer definierten Experten. Siehe da, Hr. Hohmeyer steht der momentanen Oppositionspartei SPD nahe (vermutlich SPD-Mitglied?). In dieser politischen Kernenergie ist er natürlich geeignet die neutrale Position der objektiven Wissenschaft zu vertreten.

Das Interesse erlischt, die GEZ-Gebühren sind wieder verschwendet. Die Qualitätssicherung hat versagt - oder funktioniert, je nach politischem Augenmaß. Ein weiterer Grund die ganze GEZ und damit u.a. auch das gesamte ZDF abzuschaffen, weil man ehrlicherweise die Leute nicht ZWINGEN sollte, so einen Mist zu bezahlen.
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