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Mittwoch, 22. Dezember 2010

Liberale oder staatlicher Interventionismus in Märkte

Das folgende Zitat Ludwig von Mises bezieht sich auf Ludwig Erhard und die Angehörigen der neoliberalen Freiburger Schule, u.a.: Walter Eucken, Alfred Müller-Armack und Alexander Rüstow:
"Alle diese Enthusiasten des Interventionismus bemerken nicht, daß ihr Programm die vollständige Herrschaft der Regierung über alle wirtschaftlichen Angelegenheiten mit sich bringt und schließlich zu einem Zustand führt, der sich nicht von dem unterscheidet, was man Deutschen oder Hindenburg Sozialismus nennt. Wenn es im Ermessen der Regierung liegt, darüber zu entscheiden, ob bestimmte wirtschaftliche Sachverhalte ihren Eingriff rechtfertigen, dann bleibt kein Tätigkeitsbereich dem Markt überlassen. Dann entscheidet nicht länger der Konsument, was produziert werden soll, in welcher Menge, in welcher Qualität, von wem, wo, und wie - sondern die Regierung. Denn sobald die Ergebnisse eines unbehinderten Marktes sich von dem unterscheiden, was die Obrigkeit als 'sozial' wünschenswert ansieht, schreitet die Regierung ein. Das bedeutet, daß der Markt nur frei ist, so lange er genau das tut, was die Regierung von ihm möchte." Quelle
 Die Regierung meint zum Begriff "Interventionismus":
Bezeichnung für eine Wirtschaftspolitik, bei der vom Staat in den Wirtschaftsprozess eingegriffen wird, um bestimmte Ziele wie Vollbeschäftigung zu erreichen. Interventionismus wird damit gerechtfertigt, dass der Markt nicht in der Lage ist, bestimmte wirtschafts- und sozialpolitische Vorstellungen zu verwirklichen.

Sonntag, 20. Juni 2010

Wirtschaft und Politik - Verantwortung und Ethik

FDP-MdB Birgit Homburger vermeldet über die Parteikanäle:
"Mir ist es ein großes Anliegen, dass wir in der Wirtschaft eine neue Verantwortungsethik durchsetzen"
Was vielleicht manchen wundern könnte, woher Fr. Homburger dafür den Auftrag und die Berechtigung hernehmen möchte? Welchen sozialistischen Einsäuselungen ist man auf den Leim gekrochen? Woher nimmt man den Mut über die ferne Realität aus staatlich geschützter Position heraus zu urteilen? Es gibt an Deutschlands Hochschulen ja ganze Lehrstühle, die sich berufenerweise mit solchen Themen und Überlegungen sogar wissenschaftlich und nicht bloß popolistisch auseinandersetzen.

Was versteht Fr. Homburger unter dem Begriff "Verantwortung", z.B. der Abgeordneten-Verantwortung gegenüber dem deutschen Volk? Was versteht man unter "Ethik"?

Wem gegenüber stehen "die Manager" in "der Verantwortung"? Gegenüber Fr. Homburger oder gegenüber dem Staat (was nicht immer dasselbe sein muss)? Vielleicht gegenüber dem Unternehmenseignern, gemeinhin Aktionären genannt? Müssen sich die Manager jetzt auch gegenüber jeglichen Politikern "verantworten" und in welchem Gesetz steht das so drin?

Was ist an einer Verantwortung "ethisch" und was ist unethisch?
Welche Ethik bewirkt "Verantwortung" und welche nicht?
Was hat Ehik mit Verantwortung zu tun?
Wo ist der Unterschied zwischen Ethik und Verantwortung in der Wirtschaft und in der Politik?
Die Vorsitzende der FDP im Deutschen Bundestag machte deutlich, dass sich die schwarz-gelbe Koalition auch mit der Managervergütung noch einmal auseinandersetzen sollte. In der Vergangenheit sei zwar einiges umgesetzt worden, es gebe aber noch Korrekturbedarf. 
Welche Erkenntnisse hat Fr. Homburger über die Managervergütung, die bisher zwischen Manger und Unternehmen(sleitung) ausgehandelt wurde? Möchte sie eine der bescheuerten DGB-Forderungen realisieren und ein staatliches oder parteipolitisches Mitspracherecht statt der bisherigen Vertragfreiheit (und -Verantwortung) einführen?

Sie möchte eine NEUE Verantwortungsehtik (was immer das sein soll) "durchsetzen" - was heisst das genau? Werden Manager, die sich nicht an die parteilich genehme Ethik halten, erschossen oder nur um sämtliches Hab- und Gut gebracht?
Welche Kontrollen werden zur Durchsetzung erlassen? Wer kommt, um den Managern über die Schulter und auf die Finger zu sehen? Welche Formulare müssen in wieviel Exemplaren ausgefüllt werden, mit denen Manager nachweisen müssen/können, dass sie verantwortungsethisch richtig gehandelt haben? Wer erhält diese Formulare, wer tippt sie in welche Systeme ein und wielange werden die Daten verantwortungsethischer Korrektheit aufbewahrt, um nachträglich noch "Fehler" verfolgen zu können? Wieviele Ämter mit wievielen Beamten braucht man dafür?

Es gibt ja leider mehr Fragen, die ein Narr stellen kann, als ein Weiser beantworten könnte. Es tut mir leid, mit diesem Thema angefangen zu haben.