Freitag, 7. Oktober 2011

Nannystaat oder Freiheit

Marco Buschmann, MdB, FDP schreibt in Facebook:
"Liberal ist, wenn man drauf schaut, was am Ende rauskommt. Wenn am Ende die fleißig sparenden Menschen, die private Versorge betrieben haben, die Dummen sein sollten, ist das ganz bestimmt nicht liberal."
Der Autor findet das eine interessante Ansicht, denn gerade den Liberalismus kann anders herum verstehen: Es wird den Menschen von den LIBERALEN die Freiheit und die Verantwortung überlassen, sich selbst in Wohlstand oder Armut zu bringen.

Wenn manche Menschen sich dabei riskant oder nach Mainstream-Meinung erkennbar falsch verhalten, so ist das ihr Recht und ihre Freiheit und ihre eigene Verantwortung. Jeder Bürger trifft seine eigenen Entscheidungen in eigener Verantwortung. Ob sie dafür z.B. Allianz-Kapitallebensversicherungen oder Lehmans Zertifikate kaufen oder nur "riestern", dass können, müssen die Bürger schon selbst entscheiden - nicht der Staat, keine Partei, kein Abgeordneter. Es ist gerade nicht die Aufgabe von LIBERALEN Politikern zu entscheiden, welcher Gruppe aus der Bevölkerung irgendetwas negatives passieren darf und wem nicht, ob dies "zumutbar" ist oder nicht. Die Erwartung an LIBERALE Politiker ist, dass sie für alle Menschen die gleichen RAHMENbedingungen schaffen, in denen sich die Menschen selbst z.B. um ihre Altersversorgung kümmern.

Die o.g. Ansichten vertreten m.E. eher Linke oder Konservative, die den Bürger für unmündig, unwissend und/oder unfähig halten. Das ist wohl nicht das Menschenbild dem LIBERALE anhängen.
Die o.g. Ansichten können manche Menschen dazu verleiten, sich Entscheidungen der Bürger anzumaßen, die die Politiker weder geistig noch moralisch zu treffen vermögen, noch verantworten können. Es sind die Anhänger der eigenen Allwissenheit, der vermeindlichen Allmacht des Leviathans, gennant "Staat", der unser Volk schon mehrfach in Diktaturen führte.

Update:
Es geht um Wirtschaftswachstum, Sicherheit der Spareinlagen und den Bestand der privaten Altersversorgung.
Der Autor hat seit längerem den Verdacht, dass die stinkende Leiche im Keller der CDU-Chefin mit dem Bestand der privaten Altersversorgung aller Deutschen zu tun hat. Immer mal wieder verweist der Autor die werten Leser darauf, dass der Ausspruch Norbert Blüms "Die Rente ist sischer" in den frühen 80er Jahren eine der größten Lügen aller Zeiten sei, die eine CDU-Tradition aus den 50er und 60er Jahren solange wie möglich fortsetzt.
M.E. hat Frau Merkel bereits in 2008 die sogenannte "Banken"rettung inklusive ihrer genausowenig haltbaren Sparbuch-Garantien, nur angestoßen, um einigen wenigen sehr großen Versicherungsunternehmen den Gang zum Konkursrichter zu ersparen. Im nächsten Moment würde nämlich Dutzenden Millionen von "fleißig sparenden Menschen, die private Versorge betrieben haben", klar werden, dass ihre vermeindliche Altersversorgung nicht mal das Papier wert ist, auf dem irgendwelche Zahlen stehen und sie komplett ohne eine Altersvorsorge, ohne Kinder, ohne anderes Vermögen in ein paar Jahren vor dem ABSOLUTEN Nichts stehen werden - Sozialfall, Mindestrente auf oder unter HartzIV-Niveau.
Es könnte m.E. sein, dass dies nicht alle Millionen Bürger schweigend und still schlucken, sondern sich Hunderte / Tausende / Hundertausende bei allen noch persönlich greifbaren CDU-Bossen bedanken gehen, mal bei deren Villen reinschauen.

DAS ist wäre ein gutes Motiv, vermeindliche "Rettungsschirme" zu spannen.
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