Das ist die gemachte Krise der Rating-Agenturen und wir in Europa verstehen es nicht, hier konkret etwas dagegen zu unternehmen, sondern lassen sehenden Auges einen Staat nach dem anderen zerstören. Den amerikanischen Agenturen geht es doch nur darum den Dollar zu stärken.
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Samstag, 1. Oktober 2011
Gedankenleser
Der Autor hat einen Horror vor allen Leuten, die glauben in fremde Hirne hineinsehen zu können und die sich erdreisten über ihre eigenen Vorstellungen und Projektionen fremder Gedanken oder Ziele oder Intensionen im Brustton der Überzeugung öffentlich zu reden, z.B. hier:
Sonntag, 25. September 2011
Schuld und Sühne für die Banken-, Euro- und Staatsschuldenkrise
Stefan Ruehl kommentiert in Facebook:
Sorry, ihr habt immer noch nicht begriffen, wer die eigentliche Schuld an der Misere trägt. Das sind die Griechen, die Spanier, die Portugiesen usw. nur im gleichen Sinn wie ein Junkie schuld daran ist, dass er sich Drogen spritzt wenn sie ihm billig angeboten werden!
Der und die Schuldige können wir jeden Morgen, wenn wir nach dem Aufstehen in den Badezimmerzimmer Spiegel sehen, betrachten. Ja genau der Typ ist es!
Was habt ihr denn geglaubt, wo die Zinsen herkommen die ihr auf der Bank erhaltet, oder wo die Dividende herkommt, wenn ihr Aktien der großen Finanzinstitute haltet? Aus den Krediten an das produzierende Gewerbe? Macht euch bitte nicht lächerlich!
Der Chef der deutschen Bank verkündete eine angestrebte Eigenkapitalrendite von 20%! Wie man so was erreicht? In dem man bis Oberkante Unterlippe gehebelt ist! Auf einen Euro eigenes Geld kamen und kommen! wenigstens 30 Euro Fremdkapital. Bei Ausbruch der Finanzkrise waren es für die deutschen Banken sogar Hebel von bis zu 1:40! Ist doch klar was passiert, wenn auf einmal 10% meiner ausgegebenen Kredite (2008 die amerikanischen Hauskredite) toxisch werden. Dann ist nicht nur mein Eigenkapital komplett verraucht sondern ich bin massiv in der Unterdeckung "und muss (alternativlos!) gerettet werden."
Für mich war der Drops eigentlich 2008 gelutscht. Ich dachte, jetzt lassen sie die Banken pleite gehen, einmal Reset und das war's dann. Dann beginnt ein neues Spiel. Ich hatte mir niemals vorstellen können, dass die Staaten sich in die Gläubigerposition für diese Machenschaften bringen ließen. Bei unseren FDP Stammtischen haben mich meine Parteikollegen angesehen, als sei ich vom anderen Stern und was sie sich dabei gedacht haben, konnte man aus den Gesichtern ablesen.Weiter schreibt er:
Irgendwie haben es die Banken geschafft, als "systemrelevant" wahrgenommen zu werden. Man hat Ihnen erst einmal durch verschiedene Maßnahmen Zeit verschafft weil: Pleite sind sie immer noch! Sie können es jetzt nur durch Bilanztricks verbergen! Bilanzierung von Anlagepositionen nicht zum Marktwert sondern zum Einstandswert usw. Also mussten die Banken wieder flüssig gemacht werden. Die Nummer mit den direkten Beihilfen war gelaufen. Noch mehr Banksubventionen hätte das gemeine Volk nicht mitgemacht (wer's nicht glaubt soll sich mal über die Anfänge der Tea-Party Bewegung klar werden). Also anders, irgendwie. Die folge davon war zum einen die (nahe) Nullzins Politik der Notenbanken (Liquiditätsversorgung der Wirtschaft? So ein Quatsch! Was hat denn der Zinssatz mit der Möglichkeit eines Unternehmens zu tun, Sicherheiten für den Kredit zu stellen?!? Wir haben Basel2 und Basel3, das sind die Stichworte! Wenn mir meine Bank kein Geld für 10% Zinsen gibt, gibt sie es mir dann für 5% nur weil die Refinanzierung billiger ist?!?) und dann noch die Möglichkeit der Banken, Notenbankgeld auch gegen Stellen von nicht topgerateten (AAA) Wertpapieren als Sicherheit zu erhalten. Das war dann das Perpetuum Mobile. Ich kaufe mir Staatsanleihen von Ländern mit hohem Zinssatz (und nicht ganz so gutem Rating) am Markt für 50% vom Nennwert (Griechenland), kassiere dafür ca 4% Zinsen, hinterlege dieses Wertpapier dann bei der EZB für 70% vom Nennwert und kaufe damit dann weitere Staatsschuldtitel an. So wurde die EZB zur über 150 Mrd Euro schweren Bad-Bank Europas über den aktiven Ankauf von Staatsanleihen sondern auch durch das Akzeptieren dieser Wertpapiere IN EINEM UNBEKANNTEN VOLUMEN! Nur darüber redet kein Schwein! Und warum das alles? Damit die Banken aus diesen Gewinnen die notwendigen Abschreibungen beispielsweise auf amerikanische oder spanische Hauskredite bedienen können und trotzdem noch einen Gewinn ausweisen (stärkt ja das Vertrauen in das Banksystem). Jetzt sind wir aber am Ende der Fahnenstange angekommen. Wenn jetzt die Staatsanleihen im Wert verlieren, gar ein Zahlungsausfall droht, kann man nicht mehr auf die nächst höhere Ebene wechseln. Da muss man dann auf der gleichen Ebenen einen Bürgen suchen weil:
Den Bürgen
darst du würgen.
Wenn dann ein Domino Stein, ein Staat, fällt, kommt es zur Reiheninsolvenz. Da kann man doch gar nicht soviel fressen wie man kotzen muss! Die Banken haben noch andere Methoden, beispielsweise in dem sie high frequency trading im Eigenhandel nutzen, aber das führt zu weit.
Ja, wir alle haben brav gespart, übten uns im Konsumverzicht, backten kleinere Brötchen. So wurden wir Exportweltmeister. Aber Geld kann man nicht fressen oder konsumieren. Das geht nur mit Waren! Statt Waren erhielten wir bedruckte Zettel, Geld. Das haben wir dann gespart, vorbildliche Deutsche eben.
Im Gegensatz zu früher floss diese Ersparnis aber nicht in den Kaptialstock der (einheimischen) Wirtschaft sondern ins Finanzsystem. Warum? Unter anderem weil betragsmäßig überhaupt nicht so viel Nachfrage vorhanden war, wie das Angebot was zur Verfügung stand. Oder zumindest nicht für den Zinssatz, der laut Banken zu erzielen wäre. Weil ein Zins auch immer ein Risiko widerspiegelt, nämlich das Konkursrisiko. Das Finanzsystem hat es geschafft, durch Teilverkäufe der Kredite an andere, Versicherungen auf Kredite (CDS usw.) dem Markt und damit uns glaubhaft zu versichern, es gäbe kein Risiko! Das ist aber absoluter Blödsinn! There is nothing like a free lunch!
Jetzt stehen wir da, mit runter gelassenen Hosen.
Unser Geld, das liegt in Euroland
und Euroland ist abgebrannt!
Je früher wir uns eingestehen, dass rund 60% unserer Guthabenpositionen (ja genau, keine Volkswirtschaftliche Größe sondern dein Girokonto!) nichts anderes als heiße Luft ist, die eh früher oder später entweicht und wir diesem Schuldensystem nicht endlich mal den Stecker ziehen, kann es keinen Neuanfang geben. Machen wir es gleich, dann haben wir vielleicht noch etwas davon. Andernfalls wird es über die Zeit weginflationiert. Dauert länger aber im Ergebnis ist es das Gleiche aber die Zeit dahin... die wird schmerzhaft!
Wir sind subjektiv betrogen worden. (Objektiv nicht, lief ja alles nach Recht und Gesetz).So what. Passiert halt manchmal. Da waren andere schlauer. Nächstes mal sind wir schlauer. Hoffentlich.
Und zum Schluss noch ein Satz: Nicht das kapitalistische System hat versagt! Aber es braucht einen starken Souverän der auf der Einhaltung der Spielregeln besteht und über diese auch Fairness herstellt. Soziale Marktwirtschaft eben:
Für mich sieht es so aus als habe die Politik den Euro eingeführt weil man dachte, die normative Kraft des faktischen werde den Rest schon regeln. Meint: Natürlich gibt es ...Unterschiede angefangen vom Arbeitsrecht bis zur Umweltgesetzgebung. Aber da wir ja jetzt alle ein Markt sind, kann es gar nicht anders gehen als das sich die Bedingungen in der Eurozone angleichen.
Schon damals haben viele Kritiker des Euro angemerkt, dass umgekehrt ein Schuh daraus wird und das aus der damals gewählten Vorgehensweise Risiken entstehen. Aber die Politik hat diese Gefahr damals falsch eingeschätzt. Und das es schief geht war damals keineswegs so klar, wie es sich ex post darstellt!
Auch hier gilt: Wir dürfen nicht in den Reflex verfallen, anderen die Schuld zu geben! Was glaubt ihr, was eine Aussage aus der Bild, der FAZ oder der TAZ bei einem durchschnittlichen Griechen anrichtet, wenn man ihn als faul und arbeitsscheu tituliert?
Setzt euch doch mal in den "Du-Stuhl"! Wie würdet ihr euch fühlen? Wie hoch wäre eure Bereitschaft Einbußen hinzunehmen um denjenigen zu bedienen, der einem so was an den Kopf wirft?
Konsequenzen können wir nur für uns fordern! Nicht aber von den Griechen! Weil wir ihre Konsequenzen nicht zu tragen haben! Genau so umgekehrt. Die Griechen können nicht von uns verlangen, dass wir oder andere sie retten. Aber ganz ehrlich: Haben sie das? Haben sie uns mit Konsequenzen gedroht deren Ursache nicht bei uns selbst liegt? Wir haben uns selbst in die Position gebracht. Jetzt müssen wir UNSERE Schlüsse daraus ziehen und mit den Konsequenzen leben.
Dienstag, 20. September 2011
Folgen der politischen Überschuldung
"Wer Schulden macht, muss Zinsen zahlen. Der Staat muss heute jeden achten Euro, den er durch Steuern einnimmt, für Schuldzinsen ausgeben; der Bund sogar jeden fünften. Dieses Geld fehlt an anderer Stelle, um die eigentlichen Aufgaben des Staates zu erfüllen. Auch wird dadurch der Spielraum für dringend notwendige Entlastungen auf der Steuer- und Abgabenseite eingeschränkt, und zwar erheblich. Hinzu kommt die zunehmende Empfindlichkeit des Staates gegenüber Zinsänderungen an den Geld- und Kreditmärkten. Erhöhen sich die Zinsen mittelfristig um nur einen Prozentpunkt, steigen die Zinskosten allein des Bundes um rund 10 Milliarden Euro pro Jahr. Und jede zusätzlich aufgenommene Milliarde Euro an neuen Schulden belastet nachfolgende Haushalte - und damit die Steuerzahler - mit 45 Millionen Euro an fällig werdenden Zinszahlungen. Alleine in 2010 muss der Bund für Zinsen rund 36,8 Milliarden Euro ausgeben."
http://www.steuerzahler-berlin.de/Schuldenuhren/2038b780/index.html
Freitag, 5. August 2011
Staatsschuldenkrise - Ursachen
Der Autor verfolgt die Entwicklung und die immer größer werdenen Diskussione um die europäischen Staatsschulden- und Euro-Situation schon lange und hat inzwischen eine Theorie, wie sie entstand.
Die Staaten Europas (auch die dt. Bundesländer, auch die dt. Gemeinden und Kommunen) gaben und geben weiterhin -auf Geheiß der allesamt sozialistischen Regierungen und Parlamentsmehrheiten- seit vielen, vielen Jahren mehr Geld in jedem "Haushalt"sjahr aus, als sie von ihren Wählern einnehmen. Die Politiker haben allen Staaten Europas jedes Jahr, jeden Monat immer weitere Aufgaben und neue Tätigkeiten aufgegeben. Dies führt zu mehr und teurerer Bürokratie. Diese Verwaltungen sparen bei ihrer Tätigkeit nicht, wie sie es eigentlich tun müssten, sondern sie verprassen -systembedingt- alles Geld, werfen Geld mit vollen Händen aus dem Fenster (z.B. "Kanzler-UBahn").
Die Staaten haben dadurch riesige Schuldenberge aufgehäuft, manche viele, manche sehr viele. Manche haben inzwischen eine solche Überschuldung, dass sie weitere Kredite aufnehmen, um die Zinsen ihrer bestehenden Kredite zu bezahlen (z.B. Griechenland).
Die Gläubiger haben das eine Zeitlang mitangesehen, sich gefreut und "sichere" Zahler gesehen. Inzwischen haben auch die Dümmsten Kapitalisten begriffen, dass es so nicht weitergehen KANN und dass es immer mehr Risiken gibt, dass die verschuldeten Staaten weder Zinsen noch Tilgung bezahlen werden. Also steigen die Zinssätze als Zeichen des Misstrauens.
Seit ein paar Monaten versuchen immer verzweifelte Regierungschefs die Gläubiger zum Stillhalten zu zwingen, ohne die betroffenen Völker begreifen zu lassen, dass die Bürger selbst die letzten Gläubiger ihrer Staaten sind und mit leeren Händen statt mit Rente / Pensionen dastehen werden. Das Volksvermögen wurde gegen die Wand gefahren und nun wird mit Nebelkerzen geworfen, damit die Bürger nicht als die Schuldigen "die Politker" erkennen und an ihnen Rache nehmen.
Es gibt Institutionen, die Gelder verleihen ("anlegen", Anleihen), z.B. den CalPen, den riesigen, milliardenschweren Fonds, der die Pensionen der californischen Beamten bezahlen muss (BTW: Wie heisst eigentlich der Fonds, der für die dt. Beamten und deren zugesagte Pensionen sorgen KANN?). Der CalPen muss natürlich auf Sicherheit der anvertrauten Gelder achten. Er muss auch darauf achten, dass aus dem gegebenen Kapitalstock eine anständige Verzinsung eingefahren wird. Das ist normal, das ist richtig, das ist gerecht, das ist moralisch.
Bisher konnten alle diese Fonds davon ausgehen, dass alle Politiker verstanden haben, dass die von ihnen geführten Staaten unbedingt ihre Kreditwürdigkeit erhalten müssen, weil sie sonst nie wieder zu günstigen Zinssätzen Kredite bekommen.
Dies hat sich jetzt geändert. Die aufgehäuften Staatsschulden sind so hoch, dass es -bei allem Wohlwollen, bei allem Einfluß- nicht mehr so weiter gehen KANN.
Die Fonds müssen m.W. ihre Strukturen immer mal wieder ändern, umschlagen. Alte Verträge laufen aus, neue Verträge werden gemacht. Die Fonds werden neu erkannte Risiken berücksichtigen und steigen z.B. aus den Griechischen Staatsanleihen aus. Sie kaufen diese nicht mehr, sie leihen ihr Geld nicht mehr dem Griechischen Staat. Jedenfalls nicht zu dem niedrigen Zinssatz, den sie bisher verlangt haben (u.a. einen niedrigeren Zinssatz für Euro-Länder, als die einzelnen Länder früher erzielen konnten - das hat den Ländern Milliarden "gespart", die längst wieder ausgegeben und verprasst sind!). Bei irgendeinem höheren Zins wird den Politikern klar, dass die Staaten das nicht bezahlen "können". Z.B. gibt Deutschland rund 90.000.000.000€ jedes Jahr für staatliche Zinsen aus. Wenn man diese Summe verdoppeln oder verdreifachen müsste, weil das Zinsniveau für Bundesanleihen risikobedingt so weit steigt, dann ist der Bundeshaushalt am Ende: Die Steuern KANN man nicht über 100% der Einkünfte der Bürger erhöhen. Das wäre ja das Ende der Regierung, denn man würde dann wohl kaum wiedergewählt!
Auch das "Sparen" mag der europäische Politiker nicht:
Die Staaten Europas (auch die dt. Bundesländer, auch die dt. Gemeinden und Kommunen) gaben und geben weiterhin -auf Geheiß der allesamt sozialistischen Regierungen und Parlamentsmehrheiten- seit vielen, vielen Jahren mehr Geld in jedem "Haushalt"sjahr aus, als sie von ihren Wählern einnehmen. Die Politiker haben allen Staaten Europas jedes Jahr, jeden Monat immer weitere Aufgaben und neue Tätigkeiten aufgegeben. Dies führt zu mehr und teurerer Bürokratie. Diese Verwaltungen sparen bei ihrer Tätigkeit nicht, wie sie es eigentlich tun müssten, sondern sie verprassen -systembedingt- alles Geld, werfen Geld mit vollen Händen aus dem Fenster (z.B. "Kanzler-UBahn").
Die Staaten haben dadurch riesige Schuldenberge aufgehäuft, manche viele, manche sehr viele. Manche haben inzwischen eine solche Überschuldung, dass sie weitere Kredite aufnehmen, um die Zinsen ihrer bestehenden Kredite zu bezahlen (z.B. Griechenland).
Die Gläubiger haben das eine Zeitlang mitangesehen, sich gefreut und "sichere" Zahler gesehen. Inzwischen haben auch die Dümmsten Kapitalisten begriffen, dass es so nicht weitergehen KANN und dass es immer mehr Risiken gibt, dass die verschuldeten Staaten weder Zinsen noch Tilgung bezahlen werden. Also steigen die Zinssätze als Zeichen des Misstrauens.
Seit ein paar Monaten versuchen immer verzweifelte Regierungschefs die Gläubiger zum Stillhalten zu zwingen, ohne die betroffenen Völker begreifen zu lassen, dass die Bürger selbst die letzten Gläubiger ihrer Staaten sind und mit leeren Händen statt mit Rente / Pensionen dastehen werden. Das Volksvermögen wurde gegen die Wand gefahren und nun wird mit Nebelkerzen geworfen, damit die Bürger nicht als die Schuldigen "die Politker" erkennen und an ihnen Rache nehmen.
Es gibt Institutionen, die Gelder verleihen ("anlegen", Anleihen), z.B. den CalPen, den riesigen, milliardenschweren Fonds, der die Pensionen der californischen Beamten bezahlen muss (BTW: Wie heisst eigentlich der Fonds, der für die dt. Beamten und deren zugesagte Pensionen sorgen KANN?). Der CalPen muss natürlich auf Sicherheit der anvertrauten Gelder achten. Er muss auch darauf achten, dass aus dem gegebenen Kapitalstock eine anständige Verzinsung eingefahren wird. Das ist normal, das ist richtig, das ist gerecht, das ist moralisch.
Bisher konnten alle diese Fonds davon ausgehen, dass alle Politiker verstanden haben, dass die von ihnen geführten Staaten unbedingt ihre Kreditwürdigkeit erhalten müssen, weil sie sonst nie wieder zu günstigen Zinssätzen Kredite bekommen.
Dies hat sich jetzt geändert. Die aufgehäuften Staatsschulden sind so hoch, dass es -bei allem Wohlwollen, bei allem Einfluß- nicht mehr so weiter gehen KANN.
Die Fonds müssen m.W. ihre Strukturen immer mal wieder ändern, umschlagen. Alte Verträge laufen aus, neue Verträge werden gemacht. Die Fonds werden neu erkannte Risiken berücksichtigen und steigen z.B. aus den Griechischen Staatsanleihen aus. Sie kaufen diese nicht mehr, sie leihen ihr Geld nicht mehr dem Griechischen Staat. Jedenfalls nicht zu dem niedrigen Zinssatz, den sie bisher verlangt haben (u.a. einen niedrigeren Zinssatz für Euro-Länder, als die einzelnen Länder früher erzielen konnten - das hat den Ländern Milliarden "gespart", die längst wieder ausgegeben und verprasst sind!). Bei irgendeinem höheren Zins wird den Politikern klar, dass die Staaten das nicht bezahlen "können". Z.B. gibt Deutschland rund 90.000.000.000€ jedes Jahr für staatliche Zinsen aus. Wenn man diese Summe verdoppeln oder verdreifachen müsste, weil das Zinsniveau für Bundesanleihen risikobedingt so weit steigt, dann ist der Bundeshaushalt am Ende: Die Steuern KANN man nicht über 100% der Einkünfte der Bürger erhöhen. Das wäre ja das Ende der Regierung, denn man würde dann wohl kaum wiedergewählt!
Auch das "Sparen" mag der europäische Politiker nicht:
- die staatlichen Aufgaben zurückfahren und sie wieder dem Bürger oder der Wirtschaft überlassen?? NIEMALS!
- Die Bürokratie abbauen?? NIEMALS!
- Abläufe verschlanken, flexiblisieren?? NIEMALS!
- Eigene Leute aus "sicheren", staatlichen Stellungen entlassen?? NIEMALS!
- Aufdecken, welche Risiken, welche Verpflichtungen bestehen?? NIEMALS!
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