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Donnerstag, 24. März 2011

Hohe Radioaktivität in Gießen

Die Gießener Allgemeine Zeitung lässt die Bürger Gießens in einem Artikel der "Deutschen Presse Agentur" (dpa) wissen:
Nun ist auch Trinkwasser in Tokio deutlich radioaktiv belastet. Es wurde deshalb angeordnet, dass Babys in der japanischen Hauptstadt kein Leitungswasser mehr trinken sollen.
Wenn (vermutlich von berechtigten Behörden?) "angeordnet" wird, zu "sollen" - das macht schon Angst. Leider unterschlägt der dpa-Autor jegliche Zahlenangaben, die es dem Leser erlauben würden, sich ein eigenes Bild und ein Verständnis zu erarbeiten, wenn der Leser es will. Natürlich werden auch in dem Internet-Artikel keinerlei Quellen oder Links genannt. Dies ist ein gängiger Trick unter Manipulatoren.
Nach dieser Quelle wird ein Jahresverbrauchswert dem Rat zugrunde gelegt, d.h. es wird davon abgeraten einem Baby ein Jahr lang dieses Wasser zu trinken zu geben.
Die Regierung warnte außerdem vor Panikkäufen von abgefülltem Wasser.
Obwohl im dt. Fernsehen gerne leere Regale japanischer Supermärkte gezeigt werden, berichten dort lebende Menschen, es gäbe keine Panik und dementsprechend auch keine Panikkäufe, auch nicht von abgefülltem Wasser. Man ist aber von dt. Behörden und Firmen enttäuscht, die ihrerseits in Panik ihre Mitarbeiter dort abziehen.
Die Arbeiter am Unglücks-AKW Fukushima mussten inzwischen neue Rückschläge hinnehmen.
Die "Arbeiter" mussten "inzwischen" wohl neue Fortschritte bei der Wiederherstellung eines Normalbetriebes "hinnehmen", z.B. sind alle Reaktoren wieder mit normalem Fremdstrom versorgt. Als "Rückschläge" müssen die Paniker und Angsterzeuger wohl ansehen, dass es nicht zu einem neuen "Tschernobyl" kommen wird.
Wieder stieg schwarzer Rauch von Reaktor 3 auf. Das Gelände wurde geräumt.
Das Gelände wurde nicht geräumt, sondern ein (Kontroll-)Raum.
Die offizielle Zahl der Erdbebentoten stieg auf etwa 9500. Mehr als 14 700 Menschen werden noch vermisst.
Diese Angaben sind wohl unvollständig, aber insoweit richtig.

Letztlich wird das HR-Studio in der Stadtmitte bald verkleinert, vielleicht sogar geschlossen. Bis dahin ist dessen "Radioaktivität in Gießen" weiterhin hoch.

Ansonsten kann man feststellen: Es gibt keine "hohe Radioaktivität in Gießen", jedenfalls nicht mehr als sonst. Wem sollen also solche Meldungen 4 Tage vor einer Wahl wohl nutzen?

Für weitere sachliche Informationen zum atomaren Geschehen empfiehlt der Autor diese Blogs:
Update 25.03.2011 8:30: Quelle:
    in Tokio beispielsweise ist die Belastung des Trinkwassers so weit gesunken, daß laut einerMeldung von heute 9.12 Uhr (MEZ) die Stadtverwaltung jetzt ihre Empfehlung aufgehoben hat, Kleinkindern und Säuglingen kein Leitungswasser zu geben. Die Belastung ging bereits seit drei Tagen zurück und liegt mit 79 Bq/l jetzt deutlich unter dem Grenzwert für Säuglinge von 100 Bq/l. Dennoch wird die Stadtverwaltung als Vorsichtsmaßnahme am morgigen Freitag, wie schon heute, 240.000 Flaschen mit Trinkwasser an Haushalte mit Säuglingen oder Kleinkindern ausgeben.

    Sonntag, 21. März 2010

    Nur "der Zeitung vorliegen"?

    (Update)

    Wissen ist Macht - wer auf Dokumente zugreifen kann und andere davon ausschließen kann, der hat Macht. Gelangen die Dokumente an die Öffentlichkeit, so ist eine Macht aufgehoben, es ist Gleichstand und gilt gleiche Augenhöhe zwischen Staat und Bürger.


    Es ärgert immer wieder, wenn in einer Zeitung "Dokumente" genutzt werden, "die der Zeitung vorliegen", aber diese Dokumente den Lesern / Empfängern nicht zur eigenen Beurteilung bereitgestellt werden...


    Meist dürfte es sich dabei um staatliche Dokumente handeln, z.B. Gesetzentwürfe, Verträge, Konzepte, Pläne. Da der Staat für seine umfangreichen "Tätigkeiten" - wie noch teilweise in der Bevölkerung bekannt ist - von Steuerzahlern bezahlt wird, könnte man annehmen, dass "die Öffentlichkeit" auch der Zugriff auf diese Dokumente eingeräumt wird. Spätestens, wenn "Dritte" dies ebenfalls im Zugriff haben, kann von Vertraulichkeit nicht mehr die Rede sein.

    Die inzwischen geschaffenen Gesetze zur staatlichen Informationsfreiheit werden kaum genutzt - sie sind eigentlich der Notnagel, der die unnötige Geheimniskrämerei beenden soll. Es muss nicht alles geheim oder vertraulich gehalten werden, nur wenige Informationen verdienen oder erfordern dies.


    Vielleicht müsste man für die Geheimniskrämerei einen Preis verlangen? Jedes Dokument, dass als "VS" gekennzeichnet wird, kostet die erstellende Kostenstelle (in der Hoffnung, dass es in der staatlichen Bürokratur schon so etwas modernes wie Kostenstellen gibt) vielleicht 100€, jedes geheime Dokument 1000€, jedes streng geheime Dokument 10.000€ vom Budget. Aus diesen Geldern werden die anderen, nicht "vertraulichen" Dokumente im Internet zugreifbar gemacht. Dann würde sich ein Gleichgewicht einpendeln, vieles zum Zugriff sein, ohne das notwendigerweise Schützenswerte zu kompromitieren.

    Samstag, 6. März 2010

    "das kostet die Stadt/das Land/den Bund..." - Schwachfug!

    Was auch immer es "kostet", ist meistens nicht bekannt und will oft sogar nicht gewusst werden. Wer es bezahlen muss, ist dagegen klar. Es ist scheinbar die Gebietskörperschaft, in Wirklichkeit aber die kleine Gruppe der noch ehrlich (vulgo: doofen) Steuerbezahlenden.

    Beispiel

    Im o.g. Beispiel schlägt die SPD wohl die Verdoppelung der Leistungen aus der Arbeitslosigkeits-"Versicherung" vor. Die FDP-Hessen mockiert sich über die fehlenden Finanzierungsvorschläge - dabei sind die doch "klar! Klar? Kristallklar!"

    Die Antwort ist immer die gleiche: Der Steuerzahler muss dafür bezahlen, was der SPD einfällt! Die alte Tante "SPD" wird den Bürgern nicht auf ihre eigenen Kosten versichern (lassen) - sondern will das notwendige Geld (zuzüglich der Kosten für die Verwaltung, für die Umverteilung - nicht zuletzt auch die Kosten der Entscheider, Kommissionen, Arbeitsgruppen, "Fachleute", Forschern, Beratern, Medienspezialisten, Sekretären,...) "einfach" woanders holen lassen - Zwangssteuern, -Abgaben, Umverteilung - DAS sind die einzigen Werkzeuge, die die Sozialisten kennen wollen. Vertrauen in den Bürger, in "den Markt", dass er (früher oder später) zu einer optimalen Lösung kommt - dies liegt allen Linken so fern, wie die Rückseite des Mondes.

    Die Arbeitnehmer werden gesetzlich gezwungen einen größeren Teil des erarbeiteten Einkommens an eine staatliche Stelle ("Bundesanstalt für Arbeit") zu staatlich gesetzen "Preisen" einer allein von Staat "politisch" bestimmten Leistung abzuliefern, um sich nach drei Jahren in den "Genuss" einer Zahlung von einem Jahr zu kommen.
    Es ist halt so, dass der 100.000 Mitarbeiter große staatliche Apparat auch (und vorallem vorrangig) finanziert werden muss! So bescheisst der Staat seine Bürger und nennt das "Versicherung", obwohl dies KEINE Versicherung ist! Vergl. http://de.wikipedia.org/wiki/Versicherung

    Selbst wer 30 Jahre lang "eingezahlt" hat, erhält ein Jahr "Leistung"- nicht mehr, manchmal weniger! Was hat die Einzahlungsdauer mit der Auszahlungsdauer zu tun? Werden die "eingezahlen" Gelder gesammelt, angelegt und stehen für den Einzahler zur Verfügung? Lieber 100% des letzten Nettos aber kürzer? Lieber 50% des letzten Nettos aber lieber länger? DAS darf der Bürger nicht (selbst) entscheiden!

    Nein, das links "eingenommene" Geld wird auf der rechten Seite sofort vollständig wieder ausgegeben - einerseits für die Verwaltung selbst, weiterhin für "Maßnahmen", die weniger den Arbeitssuchenden und mehr den gewerkschaftseigenen Schulungsunternehmen zu gute kommen. Letztlich erhält den Rest der Arbeitssuchende Zwangsteilnehmer - großzügig und sozial vom "Nannystaat" courtesy SPD, Grüne, Linke, CDU und CSU.

    Mittwoch, 10. Juni 2009

    FDP-Hessen zu Pressekonferenz der SPD zum Kultusetat Hensler

    Der schulpolitische Sprecher Döweling von der FDP-Hessen mokiert sich über eine Pressekonferenz der SPD und was dort gesagt wurde und macht daraus sogar eine "Pressemitteilung" - boah! Die geliebte und zugeneigte überregionale Presse ist aufgefordert die "Nachricht" zu multiplizieren und der Bevölkerung zu übermitteln, wofür die Bevölkerung ja der Zeitung ihren Preis bezahlen soll. Ausgefuchste Idee! Klever! Die Zeitung schreibt dann über jemand, der über jemand sprach, der etwas (nicht) gemacht hat - das pure Nachrichtengold lacht jeden Redakteur an, man braucht nur Zugreifen und es auf Seite1 werfen! Am Besten FLÄCHENDECKEND.

    Ist das FDP-geführte Kultusministerium Hessens (also Teil der Exekutive) nicht in der Lage, die Errungenschaften selbst zu vertreten, auch gegen Kritik der Opposition (Legislative)? Vielleicht kann man es sogar so darstellen, dass die dafür zahlungspflichtigen Bürger verstehen, was mit ihrem ehemaligen Geld gemacht wird oder werden soll? Es ist ja vorstellbar, dass die Legislative auf Fragen oder Statements aus dem Parlament Unterlagen oder Schreiben oder Präsentationen zusammenstellt, um diese Fragen zu beantworten oder Kritik zu entkräften, getroffene Entscheidungen zu begründen. Also gibt es Rohmaterial, vermutlich sogar viel davon? Dieses Material wird aber nicht auf die vom Bürger bezahlte Webseite gestellt, damit es sich Bürger ansehen oder herunterladen können?

    Anscheinend nicht, denn der schulpolitische Sprecher sieht sich in der PM gezwungen, vermutlich alles nochmal selbst vorzukauen, statt auf ein paar Webseiten zu verweisen. Vielleicht ist auch der schulpolitische Sprecher, wie die Ministerin leider noch kein "Digital Native", sie kennen das Internet nur aus Erzählungen anderer ("Internet-Ausdrucker")? Vielleicht wäre sonst auch aufgefallen, dass hier Arbeit mehrfach geleistet wurde:
    1. einmal beim Konzipieren (Führungsebene des Ministeriums)
    2. bei den Budgetverhandlungen, um sich einen möglichst grossen Anteil am Hessischen Haushalt zu sichern, zur Begründung
    3. Bei der Vorstellung im Parlament (hoffentlich auf Basis Nr. 2), vielleicht aber nochmals aufbereitet, veröffentlicht oder "in den Geschäftsgang gegeben", 1. Lesung, Ausschuss, nochmals aufbereitet - aber wieder nur für die Zielgruppe der Haushaltsspezialisten?
    4. Nochmal überarbeitet für die Opposition, 2. Lesung o.ä. Pressure Groups
    5. Nochmal überarbeitet für die Presse oder für die Bürgerschaft
    Es sind ja die Bürger, die dies alles bezahlen müssen! Klar geht das vom Ministeriumshaushalt ab - unabhängig was man "eigentlich" in der Kultur erreichen will. Nein, die FDP wiederkäut nochmals Zahlen in der Pressemitteilung - wie gnädig nochmals Geld und Arbeit zu investieren und zu hoffen, das wird jetzt aber gut rüberkommen!!

    Man soll erfahren, es gibt also in Hessen 1000 Lehrer mehr, d.h. davon sind 50-100 Bosse, die den Lehrern auf die Finger gucken? Ab wann, für wie lange? Was kostet das mehr? Die Frage der Bürger ist doch eher "wie lange müssen meine Kinder noch in ZU großen, lauten, unruhigen Klassen unterrichtet werden? Wann werden statt 34 nur noch 24 Kinder in Klassen sein? DAS wäre doch mal ein Ziel, das würde auch eine Nachricht geben, die bestimmt "gebracht" würde!
    Macht eine Darstellung des IST-Zustandes und schafft die Möglichkeit jederzeit zu kontrollieren, inwieweit das konkrete Ziel erreicht wurde, d.h. welche Verbesserung bereits jetzt wirksam geworden ist, z.B. über die Webseite. Der Bürger sieht dann die Verbesserungen, er kann es kontrollieren. Er braucht kein Parlament, keine Opposition (die sowieso immer alles anders sieht), sondern kontrolliert bei Bedarf oder Interesse selbst. Hallo zur transparenten Verwaltung, einem netten FDP-Ziel und -Ansatz!?

    Was sind "Investitionen für Lernmittel"? Das Land Hessen investiert in Bücher? Ok, und welche Rendite bringen durch hessische Schüler gebrauchte Bücher z.B. beim Gebrauchtmarkt in Amazon.de? Selbst wenn die Bücher mehrere Jahre halten, sind Lernmittel doch eher Verbrauchsmaterial.
    Interesant wären jetzt wieder Details: Wie lange hielten bisher die Schulbücher? Was wurde getan, damit sie länger halten? Welchen Nutzen hat es, wenn die Bücher öfter mal ausgetauscht würden? Würden sie den technischen Fortschritt der letzten Jahre besser abbilden können?

    "um 22 Prozent auf 34 Mio €" Warum gerade 22 Prozent? Wegen einer MwSteuererhöhung? Wieviel gehen als Preiserhöhungen, wieviel auf Mengenerhöhungen durch? Wann kommen die vielen neuen Bücher an? Was bekommen die Schüler von den 7 Mio€ mehr, besser, schneller, länger? Keine Details in der PM, kein Link, keine URL ...

    Übrigens: stellt nicht das Land Hessen auf Doppik um? Was ist der Aufwand pro Haupt-, Real-, Gymnasial- und Gesamtschul-KIND an Lernmitteln? Warum wird das den Schulen, den Lehrern, den Kindern und den Eltern nicht gesagt? Welchen Notenschnitt bekommt Hessen pro eingesetztem Lernmittel-Euro zurück?
    Können die selbständigeren Schulen Gelder aus den Lernmittel-Budget in Lehrerstunden "tauschen" oder "wechseln"? Zu welchem Kursverhältnis?

    Wer nennt was warum eigentlich eine "sogenannte Sternchenregelung" ??? Alle Journalisten und alle anderen Bürger wissen, um was es sich bei diesem vermutlichen "Terminus technicus" handelt, nur ich weiss es nicht?!? Ich habe den verstärkt den ganz unbegründeten Eindruck, dass ist der FDP, dem (Presse oder schulpolitischen) Sprecher auch egal! Macht man so Pressemitteilungen? Man, da geht doch noch was!

    Wie ist eigentlich die "Retweet-Quote" für FDP-Pressemitteilungen? Wieviele PM erscheinen tatsächlich oder werden in den klassischen Medien wie oft erwähnt? 1 PM an 1000 Zeitungen und Redaktionen und 2 Nennungen? 20? 200? 2000 unabhängige Nennungen?
    Gibt es eigentlich konkrete Zielvorgaben für die Pressesprecher? Prämien, Boni: "Du schaffst jeden zweiten von fünf Wochentagen in mindestens 100 überregionale Zeitungen und Radiosendern eine PM von uns und wir verdoppeln Dein Gehalt"?

    Und wenn man dem schulpolitischen Sprecher Döweling noch den Gefallen tun möchte und von hier auf seine Webseite verlinken möchte... in der PM ist kein verdammter Link!! Man muss sich selbst einen Link suchen!!

    "Suchen" ist ja auf der Seite vorhanden. Na gut, also Cursor dorthin setzen. Hm - Die Voreinstellung "Suchwort" bleibt bestehen? Auch das geht anders!
    Also erst das "Suchwort" löschen, dann "Döweling" einkopieren. Suche starten, warten... Ergebnis! Ergebnisse!! Pressemitteilungen!? Weitere Pressemitteilungen, noch mehr Pressemitteilungen - scheint ein braver, aktiver Sprecher zu sein! Wahlergebnisse... Ah! Nur der Name - Klick und..... ein Foto!! Aber sonst nix?!?! Ich versprüre ein gewisses Maß an Enttäuschung und Wut!!!
    Ach, der Curser verändert sich, wenn man ihn (zufällig) über das Foto zieht - Klick? Bingo, ebbes gefunden! At Last! Denkt man!
    Hier der Link. Auf eine Seite innerhalb der FDP-Hessen. Nicht auf die Webseite des MdL. Nicht mal auf den vorhandenen Wikipedia-Artikel. Der im Wikipedia angegebene Link führt... auf eine FDP-Hessen-Übersicht mit Pressemitteilungen. Nicht zum MdL Döweling, der hat gar keine Webseite mehr?!? Doch "Digital Native", hm...

    Ich habs jetzt mal verlinkt! Einmal! Nochmal mache ich so einen Sch*** nicht mit. Die Redaktionen wohl eher auch nicht. Wundert mich jetzt nicht.

    Aber "Diese Seite weiterempfehlen"? Vielleicht als ABSCHRECKUNG?!?