Sonntag, 30. Juli 2017

Unsere wichtigsten Waffen

Theodor Lauppert schreibt

Unsere Hauptgegner sind Gefühle, nicht rationale Überzeugungen. Aus irgend einem Grund fühlen sich die meisten Menschen vom Staat beschützt, hängen an ihm wie Kinder an ihren Eltern hängen, was für Fehler letztere auch haben mögen. Als erstes müssen wir selbst aufhören, uns irgend etwas vom Staat zu erwarten, seine Gesetze in irgendeiner Form als moralische Richtlinien zu sehen. Sehen wir ihn einfach als Besatzungsmacht, die man akzeptieren muß, weil sie eben da ist, mit der man aber möglichst den Kontakt vermeidet. Aus dieser Position können wir dann bei anderen das Vertrauen in den Staat untergraben, und da werden uns Ironie und Sarkasmus mehr helfen als sachliche Argumente. "Wir brauchen unbedingt eine Planwirtschaft, damit nur mehr das produziert wird, was wir wirklich brauchen: Meldezettel, Steuerformulare, Umweltverträglichkeitszertifikate, Stempel und Stempelkissen, Polizeiuniformen und Handschellen!"

Politische Subventionen und staatliche Förderungen

Liberale sind seit je her aus guten Gründen gegen staatliche "Subventionen" und gegen politische "Förderungen", die aus den Taschen der Steuerzahler in die Taschen irgendeiner Gruppe oder Klientel ZWANGSweise genommen werden. Subventionen und Förderungen sind keineswegs "sozial" oder "gerecht", sie sind immer ungerecht und unsozial - egal welcher Grund auch angegeben oder genannt / vorgeschoben wird.
Jedermann kann sich gerne mit interessierten Freunden zusammenschließen und einen Förderverein gründen, eine Stiftung und mit seinem EIGENEN Geld oder mit FREIWILLIG überlassen Geld, alle Interessen seiner Wahl fördern und subventionieren:
  • Windkraftanlagen
  • E-Mobilität
  • Sprachkurse für Imigranten
  • Fernseher und Kühlschränke für Mietnomaden
  • Betreuungsgeld
  • Flüchtlings-"Hilfe"
  • Theater und Museen
  • Wirtschaftsförderung und Unternehmensgründung
  • Geburtsstationen und Hebammen
  • ...

Samstag, 29. Juli 2017

Der sogenannte Amtseid unserer Politiker - eine Show für die naivsten Wähler

Aus Wikipedia: Deutschland verbindet mit dem Amtseid eine alte Tradition, die in die Zeit der Aufklärung zurückreicht. Schon der preußische König Friedrich der Große (1740–1786) definierte in seinem Staat das Wohl des Einzelnen als oberstes Prinzip im Land. Dies wurde im allgemeinen Landrecht (1794) rechtlich festgelegt. Der Amtseid befindet sich schon in der Reichsverfassung vom 28. März 1849 (Abschnitt VII, Artikel I. §190) und dann wieder in der Weimarer Der Amtseid hat jedoch laut Aussage des ehemaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse keinerlei rechtliche Bedeutung, gegen Verletzungen des Amtseides kann nicht juristisch vorgegangen werden.

Unter anderem wurde der Artikel 56 GG in Maunz/Dürig/Herzog/Scholz, Kommentar zum Grundgesetz (Artikel 56 Randnummern 4 und 10), wie folgt kommentiert: 

„Schon nach dem Text des Art. 56, aber auch nach der einfachgesetzlichen Regelung, die diese Frage im Gesetz über die Wahl des Bundespräsidenten durch die Bundesversammlung gefunden hat, hängt der Beginn der Amtszeit bzw. der Amtsbefugnisse des Bundespräsidenten nicht von der Eidesleistung ab. Art. 56 verlangt lediglich, dass diese in nahem zeitlichem Zusammenhang mit dem Amtsantritt stattzufinden hat. Mehr ergibt sich aus der Vorschrift nicht. Wie sämtliche Amtseide, die im deutschen öffentlichen Recht vorgesehen sind, ist auch der Amtseid des Bundespräsidenten in keiner denkbaren Beziehung strafbewehrt, etwa in dem Sinne, dass eine flagrante Verletzung der im Eid übernommenen Verpflichtungen strafrechtlich als Meineid o. Ä. gewertet würde.“

Und weiter:

„Kein Bundespräsident (und übrigens auch kein Bundeskanzler und kein Bundesminister) wird so zynisch und so machtbesessen sein, dass es ihm im Augenblick des Amtsantritts ausschließlich um die Macht, das Ansehen oder die persönlichen Vorteile geht, die mit dem anzutretenden Amt verbunden sind. Immer wird es ihnen darum gehen, „etwas zu bewirken“, d. h. Vorstellungen zu verwirklichen, die eng mit ihren politischen und ethischen Grundpositionen zusammenhängen, gleichgültig wie diese im Einzelnen aussehen mögen und aus welchen geistigen Quellen sie sich speisen mögen. Auf diese Grundpositionen, die für den einzelnen u. U. wesentlich höher stehen und wesentlich verbindlicher sein mögen als irgendeine Rechtsvorschrift (und sei es die Verfassung), verpflichtet sich der neue Amtsträger vor der Öffentlichkeit zusätzlich, und wenn er sie halbwegs ernst nimmt, erwächst für ihn daraus ein Bündel zusätzlicher – eben außerrechtlicher – Motive, das Amt so zu führen, wie es der Verfassung und vor allem seinen verfassungsrechtlichen Möglichkeiten und Grenzen entspricht.“

Lindner-FDP: WIR sind keine Kapitalisten!

"Freiheit und Recht sind nach unseren geschichtlichen Erfahrungen bedroht durch die Tendenz zur Akkumulation von Besitz und Geld, die die Reichen immer reicher werden läßt, und die Tendenz zur Konzentration des privaten Eigentums an den Produktionsmitteln in wenigen Händen.
Die Tendenzen zur Akkumulation des privaten Kapitals, wie sie etwa in der Verzinsung des Geldes, aber auch in der Wertsteigerung des Bodens sichtbar werden, sind einem über Gewinnstreben und Marktnachfrage gesteuerten Wirtschaftssystem ebenso eigentümlich, wie die Tendenzen zur Konzentration des privaten Eigentums an den Produktionsmitteln. Sie sind die Kehrseite der durch eben diese Mechanismen gesicherten Leistungsfähigkeit eines solchen Wirtschaftssystems.
Dem freien Selbstlauf überlassen müssen eben diese negativen Tendenzen, bei aller ungebrochenen Leistungsfähigkeit, dessen Menschlichkeit am Ende zerstören: durch permanente Überprivilegierung der Besitzenden gegenüber den Besitzlosen, der Reichen gegenüber den Armen, der Produzenten gegenüber den Konsumenten, des Faktors Kapital gegenüber dem Faktor Arbeit."

Was ist Sozialismus?

Der Sozialismus aller Spielarten ist eine verwirrte und potentiell aggressiv-mörderische Middle-of-the-road-Ideologie, die konzeptionell zwischen den beiden ideologischen Polen - dem Konservatismus und dem radikalen Liberalismus - steht. Beim Versuch, liberale Ziele(Frieden, Freiheit, Fortschritt) zu erreichen, bedient sie sich konservativer Mittel (Macht, Gewalt, Umverteilung, Politik).

Über den klassischen Liberalismus und die Liberallallas

Julian T. Frederick kommentiert bei Michael Unterberger:

"... Klassischer Liberalismus ist eine revolutionäre Idee, die unvorstellbare viele Lebenspläne erst ermöglicht. Alle anderen Vorschläge laufen de facto und auch theoretisch auf eine gelenkte Einheitskultur mit starken Eliten heraus.

Ich gebe aber zu, dass die meisten gelben Liberalen tatsächlich selbstverliebte Schleimscheißer sind, die keine Ahnung haben (und haben wollen) von der revolutionären Sprengkraft des klassischen Liberalismus. Ich kann es meinen Kritikern deswegen auch nicht verdenken, dass sie Libertäre und liberale Opportunisten aus Unkenntnis zusammenwerfen. Es lohnt sich hier aber genauer hinzuschauen. Libertäre sind normalerweise sehr viel konsequenter und theoretisch hochgerüstet. Wir denken, dass die Konsequenzen eines konsequenten Libertarismus sehr viel sozialer wären als alles, was sich die Sozialdemokraten jemals erträumen können."

Politikverständnis

Der Autor hat sich (beim Lesen von Kennedys "Zivilcourage") von einigen (seiner naiven, einfachen) Vorstellungen über Politik gelöst und sieht ein, dass viele Politiker vielleicht tatsächlich gerne für die (im Wahlkampf) erwähnten Ziele einsetzen MÖCHTEN, aber in einem Netz von gegenseitigen Abhängigkeiten ("Kompromissen") gefangen sind, die es ihnen nicht erlauben, die erwähnten Ziele (wenigstens annähungsweise) zu erreichen.

Über das Buch: https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Zivilcourage_%28Buch%29

Eine gute Quelle: http://www.amazon.de/Zivilcourage-John-F-Kennedy/dp/3612260030

Sonntag, 23. Juli 2017

DU hast mich BELEIDIGT

Nein, das habe ich nicht. Ich spreche Worte aus. So gut ich es kann. Sicherlich bin ich nicht perfekt. Oft passieren auch Missverständnisse. Auf beiden Seiten.

Manchmal erwischt man jemanden "auf dem falschen Fuß". Manche Worte lösen im Kopf des Empfängers ein ganzes Kopfkino aus. Manchmal verstärkt ein Wort das Schwingen einer Saite. Ist dafür der Sender verantwortlich? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Die EIGENEN Gefühle sind im EIGENEN Kopf. Die Beleidigung wird NUR selbst gefühlt. Fühlt man SICH nicht beleidigt, dann IST man nicht beleidigt. 

Ich bin für sehr weit reichende Meinungsfreiheit und bin gegen Mimosenschutz. Ich selbst bekomme seit Jahren von allen Seiten starken Tobak von beabsichtigten Beleidigungen bis hin zu Morddrohungen eingeschenkt, ich habe gelernt gelegentlich auch mit grober Kelle auszuteilen. Manchmal vielleicht zu grob, zu pauschalierend, zu umfassend. Zugegeben. Das tut mir im Einzelfall durchaus leid. Deshalb schweige ich lieber und oft. Reden ist nur Silber, im Schweigen liegt das Gold. Und: Jeder zieht sich den Schuh selbst an, der ihm passt.

Die magenta Reputation oder die Angst vor der identitäre Welt

Im Fratzenbuch bebt die "liberale Welt" und die Liberallallas rennen, retten, heulen ...

Was war der Anlass??

Jemand hat ungefragt sein Admin- und Gruppen-Hausrecht genutzt und irgendeine von Hunderten oder Tausenden FB-Gruppen umbenannt, ohne vorher den Konsens unter den Leechern herzustellen, zu warnen, zu informieren. Bang!

Wo ist das Problem?

Weil so ein beliebiges FB-Gruppenmitglied heutzutage ob dieser Eigenschaft um seine mühsam zurechtgebogene Reputation, Arbeitsplatz, Position in der Landesliste seiner Partei, Beförderungsliste, etc verlustig werden kann, NUR weil ...
  • ein Denunziant, ein Verleumder, ein Konkurrent, ein Neider, ein staatlich Halbgebildeter ... (also ein roter/grüner Linker, ein Mietmaul oder beides)
  • eventuell 
  • früher oder später
  • einmal oder mehrfach
  • mit irgendjemand 
  • "in die NÄHE gebracht" werden
  • KÖNNTEN !! 
#OMG #OMG #Risiko #Gefahr #Drohung
Man kennt das aus dem Umfeld des US-Präsidenten Trump, dessen Verwandten oder Mitarbeitern die NÄHE zu sonstwas zum Verhängnis wurden, also um die fetten staatlichen Gehälter und Pensionen brachten. Und das ist eigentlich das wichtigste für Liberallallas. Die wendehälsischen Liberallallas sorgen sich daher immer SEHR um ihre Reputation.

Die Gefahr

Die Mitgliederliste der besagten FB-Gruppe ist OFFEN. FB wird nicht nur vom Staat und ihren Diensten von (linken?) Aktivisten überwacht und es werden "belastende" Informationen gemeldet. Diese belastenden (?), peinlichen (?) Informationen werden vielfach gesammelt und sie werden nach Möglichkeit verwandt. Das nennt sich z.B. Stadt-Stasi, wie z.B. in München und Chemnitz.

Jeder Denunziant könnte und wird auch sicherlich diese Information gegen Liberallallas verwenden und sie so nach seinem Belieben im Zickzack steuern. Wie ein Fähnchen im Wind. Also werden sie von interessierter Seite immer dort angegriffen.
  • "Rassist!!" "?? OMG", der FDPler knickt ein.
  • "Nazi!!" - "?? OMG!", der FDPler knickt ein.
  • "hat Nähe zu Identitären!" - "?? OMG", der FDPler knickt ein.
  • "hat Nähe zu ...(irgendwas)!!" - "?? OMG!!", der FDPler knickt ein.
Ich wurde von mehreren wohlmeinenden FB-Freunden informiert und mitfühlend vor der absehbaren "Katastrophe" gewarnt. Ich bin meinen FB-Freunden dafür durchaus dankbar und wertschätze das (wie man bei uns gerne sagt). #Standing hat kaum noch jemand. WTF ist heute noch Rückgrat? Was ist mit "Das geht DICH einen Scheiss an, wo ich FB-Mitglied bin"? Was ist mit "Was zum Teufel willst DU mir da UNTERSTELLEN" ?

"Ich distanziere mich hiermit von / / und verlasse daher diese FB-Gruppe, (in der ich meist eh nur still mitgelesen habe)!!"#Demonstativ #Ächtung #Pranger #Anti-Solidarität

Magenta? Identitäre? AfD? NPD? Alles NICHT meine Welt.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Erlebnisse auf der dt. Autobahn

Die Mainstream-Dummköpfe und #Blockparteien-Wähler sind wie die Leute, die bei einer vierspurigen Autobahn auf der 2. Spur von links mit 105 Km/h fahren, während rechts von ihnen auf viele Kilometer alles frei ist. Alle wissen, dass sie eigentlich ganz rechts fahren müssen, aber sie machen es halt nicht. 
Scheiss auf das Gesetz. 
Scheiss drauf, dass dann 40% mehr Autos auf die Autobahn passen. 
Scheiss auf alle Anderen, solange es einem selbst nur schön bequem bleibt. 

Die "rechte" Spur ist ja für die LKW, nicht für die Dummbratzen mit echtem Auto! Das Einfädeln und gelegentliches Überholen von LKWs auf der ganz rechten Spur ist ihnen zu schwer, da müssen sie denken, aufpassen, da haben sie ein unnötiges Risiko!! Das nehmen sie doch nicht auf sich! Wir denken schmal und fahren breit.
"Rechts" fahren nach deren festen Überzeugung eh nur die langsamen Loser, mit alten Autos, die Rentner, die Wohnmobile, die Autos mit Anhänger. 
"Rechts" ist nichts für unsere linke "Mittelschicht", die mitten im Mainstream des Lebens steht. Den Job und/oder die nächste Party im Kopf, ein Händi am Ohr, die Kippe aus dem Fenster, das Mainsteamradio plärrt gegen den warmen Fahrtwind. Das Leben ist schön, wenn man in der Mitte tuckert und vor sich hin träumt.

Die ganz linke Überholspur ist für Audifahrer und andere Rabauken reserviert, die durch Aufrücken alles wegdrücken, was nicht von alleine schnell genug Platz macht. #Nötigung #Gewalt

Die Dummbratzen des Mainsteams haben natürlich das unbedingte Menschenrecht, auch kurzfristig auf die ganz linke Spur ("Überholspur") zu wechseln, z.B. wenn sich ein LKW vor sie setzt, der einen LKW überholt (3.Spur), der einen LKW überholt (4. Spur). Dann müssen die doofen Raser in ihren Luxusautos halt bremsen. "Hoppla, erst komm ICH" ruft der Sozialdemokrat. "Scheissraser" ruft er dem Hintermann zu, der in seinem Auspuff kriecht - und bleibt noch zwei Kilometer auf der ganz linken Spur - weil er es KANN. Ganz der #Oberstudienrat belehrt er, dass ER bestimmt, wer wann wie schnell fährt.

So läuft es auch in der Politik. Augen zu, Hirn aus. Wegschauen, bis man selbst getroffen wird und dann völlig überrascht tun. Es bleibt dabei: Schuld sind immer die Anderen. 

Freitag, 14. Juli 2017

Wir sind in einer Demokratie, da lassen wir uns nicht niederbrüllen.

Der Messias sagt
"Wir sind in einer Demokratie, da lassen wir uns nicht niederbrüllen.“
Wir sind nicht in einer Demokratie, sondern in einer Republik - er verwendet da die falschen Begriffe - wohl eher absichtlich (Profi!): "Demokratie" ist NUR ein (schlechtes, aber noch das beste) Methode, um von einer schlechten Regierung UNBLUTIG zu einer neuen, schlechten Regierung zu kommen. #Wahlen

Wir sind in einer sterbenden #Republik, die sich auf dem gewünschten "dritten Weg" zwischen Kapitalismus und Sozialismus Schritt um Schritt immer mehr zum Sozialismus und zur nächsten Diktatur entwickelt.

In der "Demokratie" bestimmt die Mehrheit über die Minderheit, völlig unabhängig von den Menschenrechten der Minderheit. Wo ein "Liberaler" wie Lindner mal die Mehrheit der Teilnehmer hinter sich weiß, da bestimmt er, dass er sich nicht niederbrüllen lässt und die Minderheit der Kritiker wird von der Mehrheit unterdrückt. So kennt und lebt man das auch seit Jahrzehnten bei den sogenannten Freidemokraten. Wie schön, wie einfach, wie demokratisch, wie liberal. Wo Lindner in der Minderheit ist, da möchte er um jeden Preis ein Teil der Mehrheit werden. "Niederbrüllen" ist uncool - wenn man in der Minderheit ist. "Niederbrüllen" muss nicht sein, wenn man in der Mehrheit ist. Kann man aber machen, um Minderheiten zum Schweigen zu bringen. Um den unbedarften Dritten eigene Geschlossenheit und Einstimmigkeit zu demonstrieren. Mehrheit ist doch Wahrheit. Mehrheit ist zumindest Macht und darum geht es, denn mit der Macht kommt auch das Geld. Von unten nach oben, von vielen zu wenigen.
Die Demonstranten hatten den von Lindner oft geforderten #GermanMut, sich gegen die Mehrheitsmeinung auf die fremde Bühne stellen und ihre abweichende Meinung lauthals zu formulieren: "Neoliberalismus IST asozial".

Wählt FDP!





Dienstag, 4. Juli 2017

Junge Ärztin aus Gießen will "Flüchtlinge" im Mittelmeer "retten"


In den Lokalnachrichten steht:
"Im Mittelmeer sterben Menschen auf der Flucht und die Europäische Union unternimmt nichts."
Es ist immer bitter, wenn Menschen früher sterben als sie medizinisch sterben müssten. Ob das zu Hause oder auf Reisen oder im fernen Mittelmeer passiert, ist dabei eigentlich egal. Manche Menschen sterben, weil sie sich selbst in Gefahr bringen, z.B. freiwillig auf irgendwelche Schiffe steigen, die gar nicht hochsee-geeignet sind. Es ist auch bitter, wenn im Vogelsberg oder in Mittelhessen wieder Menschen sterben, weil frisch und teuer ausgebildete Ärzte sich lieber anderswo betätigen wollen und ihr Wissen und Können nicht für die Menschen einsetzen, auf deren Kosten sie sich bestens ausbilden ließen.

Die EU ist ein Idee, ein Konzept - das gar nichts unternehmen kann. Menschen unternehmen etwas oder unterlassen etwas und müssen das selbst verantworten. EU-Beamte, Frontex-Angestellte, Grenzer sind Menschen, die Regeln beachten sollen. Wenn sie das nicht tun, werden sie bestraft. Die meisten Länder haben Regierungen, die sich um die jeweiligen Bürger kümmern sollten. 
Die EU-Behörden sollten sich zuerstmal um die EU-Bürger kümmern, z.B. vor illegaler Zuwanderung schützen. 
"Solange die Politik sich nicht bewegt und es keine Möglichkeit gibt, auf sicherem Weg Asyl zu beantragen, müssen Ehrenamtliche die Menschen aus Seenot retten."
Es wird unterstellt, dass sich die gesamte Politik aller EU-Länder und die EU-Politiker nicht "bewegen" würden. Das ist sicherlich populistisch und falsch. Italienische Politiker bitten aktuell um finanzielle Hilfen für die Versorgung von Tausenden dort abgeladener "Flüchtlinge".
Wer aus seinem Heimatland in andere Länder wechseln möchte, muss sich an die Regeln des eigene und des neuen Landes halten, z.B. Ausreise, Einreise-Visa oder Asyl in der jeweiligen Botschaft beantragen. Das ist der richtige, saubere Weg, der grundsätzlich allen Menschen aller Länder offen steht. Die erwähnten Flüchtlinge stammen keineswegs alle aus den Mittelmeer-Anreinerstaaten, sondern vielfach aus anderen, ferneren und ärmeren Ländern. Warum muss eine Flucht aus einem Land in der fremden, fernen EU enden? Weil es dort bedingungslose Sozialhilfe, Nahrung, Kleidung, 
Wohnung, Telefone, Fernseher etc gibt, für die man nicht selbst arbeiten muss?

Es ist sicherlich richtig, wenn man Menschen hilft und rettet, die unverschuldet in echte SeeNOT geraten.
Es ist falsch, Menschen zu ermuntern und zu unterstützen, die viele Millionen damit verdienen, dass sie ihre Mitmenschen in völlig ungeeigneten Booten und Schiffen 20 Meilen aufs Meer hinausschaffen. Es gibt dafür echte Profis und ganze Organisationen, die seit Jahrzehnten Seenotrettung betreiben und die in Not geratenen Menschen zur nächsten Küste bringen, z.B. https://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/ 

Die italienische Küste ist von der libyschen Küste übrigens 500km entfernt.
Echte Profis engagieren sich in der https://international-maritime-rescue.org/. Ob da wohl auch Sea-eye ein vollwertiges Mitglied ist? Von Regeln hält man dort wenig: http://www.fr.de/politik/flucht-zuwanderung/italien-ein-todesurteil-fuer-tausende-fluechtlinge-a-1309325?utm_campaign=Echobox&utm_medium=Social&utm_source=Twitter#link_time=1499360043

Sehr engagiert trägt die Gießener Ärztin Johanna Rockenbach ihre Absicht vor, am 11. August nach Malta aufzubrechen, um dort wiederum einen umgerüsteten Fischkutter zu besteigen, mit dem in Seenot geratene Flüchtlinge vor der Küste Nordafrikas gerettet werden.

Über den erwähnten Verein, der Rügener Fischkutter in Malta finanziert, die in der libyschen Bucht Menschen anlocken und über das Mittelmeer in die EU transportieren, gibt es erhebliche Kritik: https://www.merkur.de/bayern/trotz-kritik-darum-rettet-sea-eye-weiter-fluechtlinge-8158573.html
"Das Ehrenamt verdient Respekt, aber was für ein Kapitän gefährdet seine Crew indem er sein Boot ( angeblich hochseetauglich !) hoffnugslos überlädt. Einen 60 jahre alten und 26 Meter langen Fischtrawler hochseetauglich zu nennen und Ihn mit über 200 Personen zu beladen halte ich für grob fahrlässig" (Zitat aus Facebook
Artikel zum Kapitän: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/sea-eye-wie-ein-moosburger-fluechtlingen-im-mittelmeer-hilft-1.3554341

Die bekannten Details über das erwähnte Pleasurecraft sind dürftig.  https://www.marinetraffic.com/de/ais/details/ships/shipid:3908415/mmsi:244630187/imo:0/vessel:SEA-EYE

Bon voyage!

Das Ziel und die beschränkten Möglichkeiten der "sozialen Netze"

Ich habe nach fast 8 Jahren "Mitgliedschaft" jetzt erst verstanden, dass die Firma Facebook mit ihrem "sozialen Netzwerk" sowas macht, wie die Firma Disney mit ihren weltbekannten "Parks", den "lustigen Taschenbüchern" und den Zeichentrickfilmen, wie "die kleine Meerjungfrau".

Da soll der Besucher NUR Spaß haben, denn damit soll Geld verdient werden. Das ist gerade NICHT die reale Welt, sondern soll gerade das Gegenteil davon sein - eine zielorientierte, schöne, heile, glückliche Scheinwelt, in die der geschundene Untertan mal für ein paar Stunden hineinfliehen kann, die man aber wieder verlassen MUSS, wenn seine Zeit abgelaufen ist. Facebook ist -wie Disney- NICHT politisch oder gesellschaftlich "neutral", sondern war immer parteiisch: eher konservativ, eher beschönigend, immer positiv. Dort soll man seine Freunde wiedertreffen können, nicht seine Feinde treffen müssen.

Auch in der Disneyworld ist kein Platz für "schlechte, traurige, ärgerliche Themen", aber für Micky Mouse und Minni Mouse, die niemals heiraten. Dort ist immer Platz für ewige duldsame Loser wie Donald Duck, für ewig erfolgreiche Reiche wie Dagobert Duck. Dort stirbt kaum jemand, niemand ist wirklich krank. Es muss niemand wirklich hart arbeiten. Selbst die Panzerknacker sind sympatisch. Tick, Trick und Track brauchen keine eigenen Eltern. Ein Onkel reicht völlig aus.

In der schönen, heilen Scheinwelt ist immer Platz für die Kauders und Taubers, für die Gabriels und Schwesigs dieser Welt, die uns alle belügen, wie schön ihre Regierung doch uns alles macht. Die Behörden sind immer gut und hilfreich, vielleicht dumm. Zur Not kann man in der Scheinwelt alle Scheingesetze nach Belieben übertreten und kommt schlimmstenfalls nur in den Scheinknast.

In der schönen, heilen Scheinwelt ist KEIN Platz für einen Akif Pirincci, mit seinen bösen, kräftigen Wörtern und schlechten Gefühlen. In der schönen, heilen Scheinwelt ist KEIN Platz für Erika Steinbach, für Frank Schäffler, für Wolf Biermann.

Wer in Amerika sein eigenes Haus schwarz oder rosa anmalen will, mag das in der Realität gerne tun. Wer dort zwischen Einfamilienhäuser eine Fabrik oder einen Wolkenkratzer baut, mag das in der Realität gerne tun.
In dieser Welt kann man sich nur ein "eigenes" Nest errichten, wenn es zum Bebauungsplan, den vorgegebenen rosa Farben und weichen Formen passt. Wer aber in Facebook (s)eine wilde, schmutzige, stinkende Zeltstadt errichtet, dessen Werk wird vom wohlmeinenden Betreiber plattgemacht und er fliegt raus aus der schönen, neuen Scheinwelt. 

In der zielorientierten, konstruierten, leichtverdaulichen, gluten-, lactose und fettfreien Scheinwelt Facebook war und ist KEINE geistige Tiefe, keine moralische Breite, dort ist keine Wahrheit, sondern NUR Lüge. Dort ist vieles schönes, aber keine Freiheit.
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