Samstag, 24. Dezember 2011

Selbstverständnis eines LIBERALEN FDP-Mitgliedes

Sven Kortmann schreibt auf Facebook:
Als überzeugter Liberaler, sehe ich es als meine Pflicht, überall dorthin mit dem Finger zu zeigen, wo liberale Grundsätze mit den Füssen getreten werden oder ad absurdum geführt werden. Ich werde mich dafür einsetzen, dass keine politische Gruppierung unter einem "trügerischen Deckmantel eines Pseudoliberalismus" diese wichtige Lehre so weit verwässert, das unter den Wählern bald niemand mehr weiss, was es überhaupt bedeutet "ein Liberaler" zu sein. Ich selber bin nur dann "GLAUBWÜRDIG", wenn ich mich an dieser "VERWÄSSERUNG" nicht aktiv beteilige. Als Liberaler habe ich weder einem Führer zu folgen, noch muss ich mich stumm einem Kollektiv anschliessen. Und wenn ich mit meiner eigenen Partei unzufrieden bin, werde ich das so oft und so laut verkünden wie ich will. Macht was draus!! Dann habt ihr einen engagierten Fürsprecher gewonnen, der ebenso engagiert die Parteilinie vertritt. Nichts lieber würde ich mir wünschen. Aber dazu zwingen kann mich niemand.
Dem ist meinerseits außer Bewunderung und Dank nichts hinzuzufügen.

Kommentare:

  1. Dem kann ich so uneingeschränkt anschliessen. - Bis auf den vorletzten Satz. Den wo keine Parteilinie ist, kann man sich nicht anschliessen. Schon gar nicht der FDP Fake-Partei.

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  2. Parteien sind das Problem und leider haben Sie eine herausragende Stellung. Es steht Herr Kortmann frei sich eben dort zu engagieren oder nicht. Nur kann ich keinen Grund erkennen sich noch immer bei der FDP zu engagieren.

    Liberalität ist völlig unkompatibel mit dieser FDP.

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  3. @Bederke. Es gibt eine Parteilinie und die lautet die Funktionäre haben immer Recht und alle Anderen nicht. Parteilinie ist es auch (derzeit) Verträge zu brechen und das als "alternativlos" zu deklarieren. Die Sprüche der FDP Parteiführung sind ja da eindeutig....

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  4. Das Problem von Parteien ist: wie kann man seine politischen Grundsätze umsetzen, z.B. in reale Gesetze. In einer Demokratie müssen wir damit leben, dass wir derzeit kein absolutes und alleiniges Gestaltungsmandat erhalten haben. Man kann auf Grund dessen zu recht bedauern, dass wir nicht alles erreichen. Aber was ist die bessere Alternative? Da es keine absolute Mehrheit gibt, ist man gezwungen, mit anderen nicht liberalen Parteien Kompromisse zu schließen. Täte man dies nicht, hieße es, die Gestaltung des Landes ganz den anderen zu überlassen. Ich bezweifle, dass war unter rot-Grün oder einer großen Koalition mehr liberale Politik zu erwarten hätten. Mehr Steuern, mehr Schulden, mehr Staatsausgaben, schlechtere Bildung, mehr Bevormundung usw. wäre die Folge, wenn die FDP nicht regieren würde. Man sieht es in NRW, BaWü, SH und NDS.

    Es wäre verantwortungslos, es nicht wenigstens zu versuchen, den Wahnsinn der fast schon gesellschaftlicher Grundkonsens zu sein scheint, zu bremsen und einzudämmen. Das ist schwer genug gegen diese CDU, die Opposition und die Medien. Ich möchte einem langsamen schliddern in griechische Verhältnisse dennoch nicht tatenlos zusehen. Deshalb muss es darum gehen, durch eine Regierungsbeteiligung das Schlimmste zu verhindern, auch wenn wir Kröten schlucken müssen. Das Kompromisse-Schließen ist das Grundwesen unserer Demokratie.

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