Donnerstag, 29. Dezember 2011

Mindestlohn über dem Marktpreis

Der DGB ist für einen allgemeinen, flächendeckenden Mindestlohn von 8,50€ pro Stunde (Quelle), unabhängig von jeglicher Qualifikation. Die SED-PDS-Linke ist für einen Mindestlohn von sogar 10€ pro Stunde (Quelle).
Auf deren lächerlichen Begründungen braucht man gar nicht weiter einzugehen.

Die für mich absehbaren Folgen sind völlig klar:
Alle bisher vorhandenen Arbeitsplätze, deren Produktivität UNTER den gesamten Personalkosten von also rund 125% des Mindestlohnes liegen, werden innerhalb kürzester Zeit "wegfallen", weil sonst die blöden Unternehmen pleite gehen.
Unser ganzes Land bekommt SCHLAGartig mehrere Hundertausende bis (+6) Millionen weitere ArbeitsLOSE. Alle Betroffenen werden dank des gesetzlichen Mindestlohnes niemals mehr die Chance bekommen, ihren Lebensunterhalt selbst zu erarbeiten. Sie werden der (staatlichen) Fürsorge und den Armenküchen zum Fraß vorgeworfen und sind parlamentarisch dazu verurteilt, dort zu bleiben.

Da lassen sich Liberale doch nicht lumpen und legen noch einen oben drauf, wenn es um Phantasien und Träume geht:
Ich bin FÜR einen gesetzlichen allgemeinen, flächendeckenden Mindestlohn von brutto 20€ pro Stunde, unabhängig von jeglicher Qualifikation, gerne ab sofort, d.h. ab März 2013.

Bis zur anstehenden Bundestagswahl kann man ja sehen, ob oder was das bringt, so wie man die Ergebnisse der Energiewende und der Rettungsschirme schon erkennen kann.



Auf vielfachen Wunsch einiger Leute sammele ich mal hier, was ich zum Thema "Mindestlohn" schrieb oder verlinkte. Dabei fehlen die Gegenreden, die m.E. nicht nur aus (urheber)rechtlichen Gründen nicht zu einer Nacherzählung taugen. Man möge mir bitte nachsehen, wenn manche Gedankensprünge deshalb nicht ganz klar werden, oder Fragen oder Antworten fehlen.
Es ist in diesem Land NICHT Voraussetzung, WEIL es KEINEN gibt, der über "angemessenen" Lohn besser entscheiden kann, wie der Markt. Der Markt macht über Angebot und Nachfrage den "fairen Lohn für alle, auch für Friseusen (im Osten ca. 3,5€/Std) und für Ärzte (120.000€ durchschnittlich pro Jahr). Wenn die Friseurchefin im Osten für eine Frisur nur 5€ bekommt, dann ist halt für Friseurchefin und für die Friseuse nicht mehr drin! Vielleicht gehen beide (wie Tausende andere auch) in den Westen, machen BEIDE irgendwas ganz anderes und kommen BEIDE auf einen besseren Stundenlohn. Reduziert sich das Angebot an Friseuren, dann können die auch höhere Preise für Frisuren am MARKT durchsetzen. Haben die Kunden kein Geld für teurere Frisuren, werden sie sich selbst die Haare schneiden müssen.
Der freie Markt bevorzugt keine Seite und benachteiligt auch keine Seite ("zu Gunsten ausschlägt"). Der Markt gleicht nämlich BEIDER Seiten Interessen aus und beide Seiten sind gleich "mächtig".
Der (Arbeits-)Lohn und alle anderen Preise hängen beim Markt davon ab, wieviel Angebot und Nachfrage vorhanden sind, nicht direkt von der Ausbildung, nicht von den Vorstellungen welches Ausgabenniveau der Marktteilnehmer realisieren möchte.
Hier treffen nicht extreme "Meinungen" aufeinander. Hier treffen linksextremistische und haltlose Forderungen auf klare wirtschaftliche Erklärungen. Auf die wiederholt wie falschen Unterstellungen einzugehen, ist leider sinnlos. Es wird pauschal jede andere Meinung und jede Tatsache und jede Begründung pauschal als "falsch" abgelehnt und es wird postuliert, dass irgendwer irgendwann irgendwas "WILL". So ähnlich ist man im S21 von Pol Pot vorgegangen. Wie kann man sich noch immer mit solchen Mumpitz unter den Steinen hervorwagen, der Millionen in Armut hielten (UdSSR, China, Kambotscha) oder noch halten (Kuba, Korea).
 "Gesetze, die Arbeitsverträge auf jedem nur erdenklich marktfähigen Lohnniveau verbieten, führen unweigerlich zur rechtlichen Ächtung zahlreicher Arbeitsverhältnisse und damit zu steigender Arbeitslosigkeit." Murry N. Rothbard
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