Sonntag, 31. Juli 2011

WTF ist Verantwortung

Der Autor wirft mal einen Blick in den Entwurf zur nächsten finanziellen Riesenkatastrophe, die unter der schlechtesten Kanzlerin aller Zeiten "beschlossen" (vulgo: verbrochen) wurden: Den ESM-Vertrag.  Dort steht einführend u.a. :
... "Mitgliedstaaten des Euro- Währungsgebiets" ... IN IHRER VERPFLICHTUNG zur Wahrung der Finanzstabilität des Euro-Währungsgebiets ...
Es drängen sich -jedenfalls dem Autor- beim Überfliegen bereits ein paar Fragen auf:
  1. Was für eine lächerliche Verpflichtung
  2. Welcher Trottel hat DIE Flachpfeifen denn "verpflichtet"?? 
  3. Was für eine Strafe bekommen die ESM-Mitglieder, wenn sie Mist bauen (den sie bereits gebaut haben?)?
Ad 1 muss man wohl festhalten, dass es sich um ein selbstgewähltes, politisches Ziel und Aufgabe der regierenden bzw ruinierenden Regierungen handelt, dass sie sich "formal" ausgedacht haben, aber nicht die Bohne einzuhalten gedenken. Gerade das dt. Volk ist nicht dazu gefragt, geschweige denn beteiligt worden. Man hat sich das in Schlössern bei edelster Bewirtung und leichter Musik alles ausgedacht, irgendwelchen Bürokraten und Juristen ausfertigen lassen und dann im Namen des betrogenen und nicht beteiligten Landes unterschrieben.

Ad 2 muss man wohl festhalten, dass der Autor und der Leser / die Leserin die Trottel sind, die dies zuließen und zulassen, anstatt die ganze Plage zum Teufel zu jagen, wie es eigentlich angemessen wäre.


Ad 3 denkt der Autor, dass es keinerlei Strafen für die Politiker, keine für die Regierungen, keine für die Anwälte, keine Strafen für die Bürokraten gibt, wenn sie dieses selbstgesteckte Ziel verpassen oder gerade das Gegenteil treiben. Den Schaden hat die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten, die mehr Steuern zahlen, noch weniger Leistungen dafür bekommen.

Der Autor hat darauf ein Feedback bekommen:
Wer nicht in der Verantwortung steht, hat es mit Kritik recht leicht.
Das ist richtig. Man sagt auch: "Die Kunst ist schwer, die Kritik ist leicht". Das verstärkt aber die Frage nach der Verantwortung, die solche Leute ("Politiker") haben (sollten), aber in der Wirklichkeit eben nicht haben. 
  • Welche "Verantwortung" haben denn "führende" Politiker für ihre Taten und für ihr Unterlassen denn bitte?? 
Nach Ansicht und Wissen des Autors ist es so, dass weder "führende" Politiker noch Manager irgendeine Verantwortung "tragen", sondern dass sie ihre Verantwortung nur behaupten. Wenn die Sache mal zufällig klappt, dann war es IHR wertvoller Betrag, IHRE Idee, IHR Konzept (nicht das eines Mitarbeiters, Beamten oder Lobbyisten - NEIN!).
Wenn die Sache schief geht, dann war es "Pech" oder der "Sachzwang". Die Anderen sind schuld, man ist missverstanden worden oder wurde von der Presse falsch ("unzutreffend") zitiert.

Wird der Politiker zurücktreten (d.h. sich selbst die Kündigung aussprechen, fahnenflüchtig werden), bevor ihn der Wähler (oder der Kapitalgeber) mit einem Arschtritt aus dem überlassen und missbrauchen Amt befördert?? Nein, denn der Souverän (oder Aktienbesitzer) ist so dämlich wie gutmütig ("schlafmützig"), dass er nicht nur einmal, sondern gleich mehrfach über das gleiche Ohr gehauen werden kann. Dann ist sie halt weg, die Altersversorgung, die wenigen Ersparnisse, das eigene Heim. Pech. Sachzwang. Alternativlos. Tja. Da können wir nichts dafür. Das haben wir nicht gewusst. Das konnten wir gar nicht wissen. Es hat uns keiner von denen gesagt (und wir haben nicht nachgefragt! Wir sind nicht zur Wahl gegangen, wir haben uns nicht die Kandidaten angesehen, die Lebensläufe geprüft). Die Römer hatten das "Caveat Emptor" und sind trotzdem untergegangen. 

Die Verantwortung wird gerne an Gruppen, Boards, Gremien, Präsidien und andere XYZ-"Kreise" abgegeben. Die Verantwortung für Entscheidungen wird dann im scheinbaren "Konsenz" getroffen - "EINstimmig". Alle sollen EINER Meinung sein, "alternativlos". Wenn Einzelne dabei doch irgendwie "sich bockig stellen", dann sollen sie sich wenigstens enthalten, damit es nicht offenbar wird. Wenn eine Entscheidung, die einer Person zusteht, auf eine Gruppe verlagert wird, dann ist der Entscheider kein Entscheider mehr, er hat seine Verantwortung für die Entscheidung auf eine beliebig große Gruppe verlagert und sich überflüssig gemacht. Ein weiterer Trick, dass sich der/die Einzelne aus der Verantwortung herausstiehlt. "Das war nicht ich, das war die Gruppe! ICH war ja dagegen, musste aber zustimmen bzw. habe mich enthalten" und die ganze Gruppe kann man nicht haftbar machen! Das funktionierte schon bei der Entnazifizierung, auch gerne bei den Stasi-Überprüfungen, das wird auch funktionieren, wenn die Staatsschulden aufgearbeitet werden. 
Der Autor nennt das "Verantwortungszerstäubung" (c).


Nach Ansicht des Autors trägt keine von den politischen Flachpfeifen irgendeine "Verantwortung", geschweige denn dass sie zur Rechenschaft gezogen werden. 
Der Autor (und jeder andere Bürger) trägt die Verantwortung SELBST - mit Leib und Leben, kompletten Eigentum und Besitz - im Gegensatz zu den "Politikern" oder "Managern".

So wie ich die Folgen, der mut- und kraftlosen, verfehlten Politik Muttis tragen muss ("Verantwortung"), so will ich auch rechtzeitig an den Entscheidungen beteiligt werden. Als Bürger, als Wähler als, Souverän. Siehe S21, siehe Rettungsschirm und demnächst die ESM-Scheisse.
No taxation without representation.
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