Sonntag, 26. Juni 2011

Über Subventionsabbau und deren Folgen

Man stelle sich vor, was man, ebenso falsch wie unberechtigt, den Liberalen vorwirft? Dass wir, wenn wir die Subvention ablehnen, die Sache selbst, die subventioniert werden soll, ablehnen.
Fordern wir also, dass der Staat nicht durch Steuer in die religiösen Dinge eingreifen soll? Dann sind wir Atheisten. Fordern wir, dass der Staat nicht durch Steuer in die Erziehung eingreift? Dann hassen wir die Aufklärung.
Glauben wir, dass der Staat nicht die Künstler subventionieren soll? Dann sind wir Barbaren, die Künste für unnütz halten.

Ich protestiere hier mit aller Kraft gegen diese Folgerungen. Es liegt uns fern, den absurden Gedanken zu hegen, die Religion, die Erziehung, das Eigentum, die Arbeit und die Künste zu vernichten. Wenn wir fordern, dass der Staat die freie Entwicklung aller dieser Arten menschlicher Aktivität schützt, ohne die einen auf Kosten der anderen zu fördern, so glauben wir vielmehr, dass sich alle lebendigen Kräfte der Gesellschaft unter dem Einfluss der Freiheit harmonisch entwickeln würden.

Unsere Gegner glauben, dass eine Aktivität, die nicht gefördert oder reguliert wird, eine vernichtete Aktivität ist. Wir glauben das Gegenteil.
Sie glauben an den Gesetzgeber, nicht an die Menschheit. Wir an die Menschheit, nicht an den Gesetzgeber.
Bastiat: Was man sieht und was man nicht sieht (1848)
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