Sonntag, 6. September 2009

Ein paar Gedanken zu den #SPD-Wahlaussagen

Anlässlich einer Analyse von Wahlspots der Parteien zur Bundestagswahl 2009 werden von der SPD einige Fragen notiert:
“Wie wollen wir leben und arbeiten? Wie schließen wir die Schere zwischen arm und reich? Wie schaffen und sichern wir Arbeit?”
Zu diesen Fragen macht man sich ein paar Gedanken

Wie wollen wir leben und arbeiten ?

Nun - ich möchte sehr sehr gut leben, in einer ganz sauberen Umwelt, nur mit netten, freundlichen, intelligenten Menschen umgeben, bestes Essen, angenehme Gespräche, super Wetter in toller Gegend, anspruchsvolle Arbeit in einem selbst lernenden, sich verbessernden Unternehmen, dass vielen Menschen nur Freude und Nutzen bringt - wenn ich es mir aussuchen oder von einer Fee wünschen könnte.
Leben muss ich aber im hier und im jetzt, mit den gegebenen Ressourcen, mit den Kollegen wie sie sind, in dem Land in dem Müll und Zigaretten achtlos auf den Boden geworfen werden, in welchem die Parteien lügen, Politiker und Sportler betrügen, etc.

Was bedeutet das Wort "wollen" in diesem Zusammenhang? Ist mit "wollen" gemeint, dass man die Zukunft im Rahmen seiner Möglichkeiten durch kontinuierliche Arbeit sein Lebens- und Arbeitsumfeld selbst gestalten "will" oder ist hier eher der "ich will es, ich bekomme es" der Nicht-Erwachsen-Werden-Wollenden gemeint?
Für die Zielgruppen der SPD doch eher Letzteres! Kritisieren ist ja leicht, jeder Idiot kann besseres beschreiben (und manche Narren tun es auch). Den Weg zum Besseren zu finden und ihn Schritt um Schritt zu gehen, ohne sich ablenken zu lassen, ist dabei nicht jedermanns Sache. Jeder könnte schlank sein, jeder könnte mit dem Rauchen aufhören, jeder könnte zu jedem anderen freundlich sein - die Realität ist anders.
Wie kommen wir von der heutigen Situation in das Schlaraffenland, dass sich viele Menschen herbeiwünschen? Durch eigene, lange, harte Arbeit oder indem die Verantwortung von sich selbst auf Andere verlagert wird? Sollen doch "die Reichen" dafür bezahlen! Sollen doch "die Lehrer" für die Bildung sorgen! Sollen doch die Ärzte für die Gesundheit sorgen! Sollen doch die Politiker für die richtigen Rahmenbedingungen sorgen!

Nur man selbst muss nichts besonderes tun, um Utopia zu erreichen. Die SPD wird es schon richten, auch wenn man selbst nur klein und schwach ist oder gerade deshalb? Man braucht nur mal eben ein Kreuzchen bei den sozialistischen Kandidaten zu machen, schon wird es besser. Den Reichen nehmen und es den Armen geben, das ist die Aufgabe der SPD! Dass es nach der Definition Arm ist wer weniger wie die Hälfte des Durchschnittseinkommens hat, immer Arme geben wird, das ist egal. Solange es noch unterschiedliche Einkommen gibt, wird es also Arme geben (müssen). Und es wird unterschiedliche Einkommen geben, weil es unterschiedliche Tätigkeiten gibt. Manche Tätigkeiten sind schwerer und länger zu erlernen, wie andere. In manchen trägt man Verantwortung für mehrere Hundert Menschen (Pilot), bei anderen nur für einen Besen. Jedem das gleiche Gehalt? Quatsch!

Wie schließen wir die Schere zwischen Arm und Reich?

Es gibt Unterschiede zwischen den Menschen "und das ist gut so"! Es gibt Große und Kleine, Dicke und Dünne, Schlaue und Doofe. Manche sind "Arm", manche sind "Reich", manche weder noch ("Mittelklasse"). In Deutschland werden die Armen nicht ärmer, aber die Reichen können manchmal reicher werden - eine Schere öffnet sich. Kann man die Einkommen aller (und damit die relative Armutsgrenze) schneller steigern, wie ein Reicher reicher werden kann?

Ja die SPD kann das! Sie braucht nur "den Reichen" alles wegzunehmen und sie zu Armen zu machen. So schließt sich die Schere und so hat es die KPD-SED-PDS-Linke bereits probiert. Es wurde bewiesen, dass man ein ganzes Volk arm machen kann und die Schere schließen kann! Verhungert ist keiner, erschossen-auf-der-Flucht wurden nur wenige (und ein bischen Schwund ist doch immer!). Das war doch gerecht! Alle hatten Arbeit, Essen, gelegentlich auch ein Auto. Die Funktionäre hatten es besser und das ist doch auch gerecht. Dorthin will die SPD wieder und noch. Für sich das leben in Wohlstand und mit Luxusgütern, für die Bevölkerung die "Gerechtigkeit" und "Gleichheit". Das wollte die Bevölkerung doch selbst so!

Wie schaffen und sichern wir Arbeit?

Die sozialistischen Funktionäre schaffen Arbeit: bei der Gesetzgebung ihrer überbordenden Allzuständigkeit und Allmacht, sie schaffen Arbeit in der Verwaltung der Gesetze, der Exekutive (früher durfte man das noch "Bürokratie" nennen). Sie schaffen Arbeit in der Polizei und in den Gefängnissen, weil es doch immer wieder solche rückständigen Leute gibt, die nicht einsehen wollen, dass es "so besser" ist und gegen die sozialistischen Gesetze verstoßen! Wir brauchen dann nicht nur ein Hohenschönhausen, wir brauchen wieder viele davon, um die noch aufmüpfigen in "Lagern zu konzentrieren", natürlich nur zu deren Umerziehung und Besserung.
Die SPD beschafft Arbeitsplätze in Schulen für Schulspychologen, Sozialarbeiter, Politikstudenten, Lehrer, Sekretärinnen, Verwaltungsfachleute, Amtsräte, Oberamtsräte, Geheime Amtsräte, Qualitätssicherer, Prüfer, Planer, Kontrolleure, Referenten und Assistenten.

Unternehmer brauchen wir nicht. Unternehmer übernehmen Risiken, sie wollen vielleicht auch eine Rendite, also "Profit" und sowas kann man ja nicht zulassen?! Das Volk braucht keine Güter, es braucht Gerechtigkeit und die schafft ja die SPD mit der Linken und den Grünen! Abwrackprämie für alles, für Fernseher (Stromverbraucher Nr.1 in den Wohnungen!), für PCs (Stromverbraucher, Kinderpornolieferant und unkontrollierbare Informationsquelle), für Autos (Umweltverpester! Wo es doch so nette aber teure Busse und Bahnen gibt! 2. Klasse für das Volk, 1. Klasse für die Funktionäre, mit Bedienung am Platz!)
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