Samstag, 14. Februar 2009

VoBa Mittelhessen auf Wachstumskurs in der Finanzkrise

Anlässlich der Jubelmeldungen der hiesigen "Volksbank Mittelhessen" in Genossenschaftsversammlungen und nachfolgenden Pressemitteilungen möchte ich ein paar Gedanken zum Thema Banken aufschreiben. Ich habe nicht Banker gelernt, nicht Banker studiert, habe nicht als Banker gearbeitet (nur ein wenig "beraten"). Ich bin nur Kunde und Genosse einer solchen Bank.
"Unsere Bilanzsumme ist 2008 von 4319 Millionen Euro auf 4468 Millionen Euro gestiegen. Das ist ein Plus von 3,4 Prozent. Das Geschäftsvolumen erhöhte sich von 4431 Millionen Euro auf 4594 Millionen Euro. Das Eigenkapital der Bank betrug zum Jahresende 293 Millionen Euro. Davon entfielen 45 Millionen Euro auf die Geschäftsguthaben der Mitglieder". Diese Zahlen nannte gestern Abend der Vorstandssprecher der Volksbank Mittelhessen, Dr. Peter Hanker, in Gießen in deren Mitgliederversammlung.
Die Banken und die "Finanzkrise" sind ja ein nicht ganz neues Thema. Wie gut ist eine Volksbank dabei aufgestellt, wie sicher, wie stabil ist sie, wie flexibel geht sie mit Chancen und Risiken um?

Das Problem

Was passiert, wenn jetzt nur z.B. ca. 5% der 2,5 Mill. € Forderungen sich als nicht so werthaltig herausstellen, wie bisher gedacht? Dann müssen 125 Mio "abgeschrieben" werden. Nach den früher gültigen, weil seit Jahrhunderten bewährten kaufmännischen Regeln müssen sie sofort ("kaufmännische Vorsicht", Niederstwert-Prinzip) wertberichtigt werden. Wie gross ist noch das Eigenkapital? (Antwort: 250-300 Mio. bei einer Kreditvergabe von 2500 Mio.) Ooch... es hat sich um ein Drittel verflüchtigt. Ist aber anteilig "zu wenig" Eigenkapital vorhanden, so muss eine Bank schließen!

Die Volksbank kann und hat also aus jedem Euro, der ihr als Eigenkapital zur Verfügung gestellt, jedesmal 10 Euro Kredite "geschöpft". Dies ist ihr Hebel, in guten Zeiten so schön, wie in schweren Zeiten so gefährlich. Dieser Hebel ist heutzutage leider nicht ungewöhnlich, leider ist er auch legal, denn es ist ja nicht aller Unsinn verboten, sondern und gerade die Dummheit, Gier und Größenwahn sind noch erlaubt! Genauso erlaubt ist es, den eigenen Kopf in den Sand zu stecken und sich nicht darum zu kümmern, was aus seinen Anteilen wird. Es ist erlaubt zu ignorieren, dass das Geschäft gewissen Schwankungen unterliegt, es nach einem Aufschwung auch mal einen Abschwung geben kann / muss. Wenn man mit diesen großen Hebeln arbeitet, dann hebeln diese auch im Negativen - was aber gerade der kleine Genosse, die kleine Genossin erst begreift, wenn es zu spät ist.

Mehrere Fragen stellen sich ganz klassisch:
  • Wie kam es dazu?
  • Was kann man dagegen tun?
Betrachten wir zuerst die Stakeholder - den Vorstand, die Genossen und deren Vertreter.

Der Vorstand

Man darf davon ausgehen, dass ein Vorstand "seine" Bank gerne weiterentwickeln möchte. Dafür gibt es verschiedene Richtungen, in die man ein Unternehmen führen kann. Vielleicht in Schnelligkeit, Kundenorientierung, Freundlichkeit, Verlässlichkeit, Modernität, Flexibilität und kostengünstige Bankdienstleistungen. Vielleicht aber auch in die Richtung "wir basteln uns aus vielen kleinen Banken eine fette, grosse Bank" aka "was san Mir Kerle, was hu mer Bäuch!!". Eine solche Bank braucht natürlich auch gute Vorstandsgehälter, Tantiemen, Boni - ein kleines Bischen Eigennutz des Vorstandes könnte doch vielleicht schon dabei sein?

Aber der Vorstand ist ja nicht allein an den gut gefüllten Geldtöpfen! Er muss sich - theoretisch - vor den Genossen rechtfertigen! Für die Genossen muss natürlich etwas geboten werden.

Die Genossen und ihre Vertreter

Die Genossen haben kleinere Genossenschaftsanteile bei ihrer Bank, sie wollen auf dieses Kapital eine nette Verzinsung. Das tut keinem weh, das ist nett, das ist stabil. Nachdem bisher - mit Brecht - die Gründung einer Bank einen popeligen Banküberfall "outperformt" (management-neudeutsch für "übertrifft"), erhalten die Genossen diese nette Verzinsung durchaus. Die Genossen sind also eher friedlich. Sie erhalten ihre Dividende und das eingesetzte Anteil erscheint auch noch recht sicher. Die darüberhinaus eingesetzten Einlagen sind ja "durch die Bundeskanzlerin persönlich garantiert" (wie immer das gehen soll!). Friede herrscht in den Herzen der noch Besitzenden.
Damit das auch so bleibt, ist die Mitgliederversammlung so friedlich wie nichtssagend. Es kommt immer ein bekannter Redner, der voll des Lobes über ein interessantes Thema spricht. Für die Genossen mehr vom Land kommt auch ein Zauberer oder ein wenig Varieté?

Das gleiche sanfte Programm für die Vertreter, sie haben also einen recht friedlichen Job. Sie werden ein wenig hoffiert, sie bekommen ein paar mehr Informationen und sie nicken zur Politik des Vorstandes. M.E. besteht seitens der Vertreter nicht die Notwendigkeit zu kritischen Fragen, ernsten Gesprächen, Rückfragen und Beschwerden. Sicherlich werden die gewählten Vertreter als VIPs verstanden und erhalten eine besonders freundliche Betreuung im vielleicht "Potemkinschen Dorf" einer großen Bank in der aktuellen Finanzwelt.

Was den Genossen nicht ausgeschüttet werden muss, was dem Staat nicht in den gefräßigen, unersättlichen Rachen geworfen werden muss, dass kann selbst ausgegeben werden. In diesem Jahr so 60 Mio. Die Bank selbst verfügt dabei über modernste Verwaltungs- und Geschäftsräume, die sie auch gelegentlich erweitern lässt - man ist so groß und so erfolgreich. Die Arbeiten werden dann - großzügig - eher in der Region beauftragt.

Was kann man tun


Als Genosse kann man sein Gehirn versuchen einzuschalten und auf die ja gewählten Vertreter zugehen und sagen:
  • Was tun, wenns brennt? Welche Schritte habt ihr unternommen, um negative Konsequenzen zu begrenzen oder zu vermeiden (Nach KonTraG und Basel2 ist es natürliche Aufgabe des Vorstandes sich dort zu engagieren, mögliche Risiken zu suchen, zu identifizieren und aktiv Maßnahmen zu planen.)?
  • Was sind die aktuellen Risiken? Welche Wahrscheinlichkeiten hat ihr Eintreten?
  • In welchen wenigen, aber großen Geschäften ist die Bank engagiert, die welche negativen Folgen haben können, wenn eines davon ausfällt?
  • Welche Versicherungen konnten für diese Fälle abgeschlossen werden, welche starken Partner konnten dort mit eingebunden werden?
Das System aus Genossen, Vertretern, Vorstand ist sicher leistungsfähig genug, wenn man es nur nutzt. Das System aus Aktionären, Aufsichtsrat und Vorständen einer Nicht-Genossenschaftsbank wäre ebenfalls leistungsfähig genug, würden die staatlichen Aktionäre sich (markt-)wirtschaftlich verhalten, der Aufsichtsrat weniger durch Prominenz als mehr durch Kompetenz besetzt, was die Vorstände dazu bringen würde, den eigenen Laden mehr zu durchschauen.
Die Genossen könnten die Vertreter bitten, z.B. dafür zu sorgen, dass
  • die Bearbeitungszeiten von jeglichen Vorgängen pro Jahr um 10% verkürzt würden,
  • die Zinsspanne zugunsten der Kunden verringert würde,
  • Zinssenkungen der Zentralbank innerhalb von 5 Banktagen an Kreditnehmer weitergegeben würden
  • Überweisungen spätestens innerhalb eines Banktages ausgeführt würden
  • die Prozesse und das Formularwesen entschlackt und beschleunigt würden
  • moderne Möglichkeiten für ePayment angeboten würden, die bezahlbar bleiben
  • die Geschäftskosten pro Jahr um 5% zu senken.
  • die eigenen Rücklagen pro Jahr um 10% zu steigern
  • u.v.a.m....
Somit würde die Volksbank im Meer der Wackelkandidaten zu einem wahrhaft stabilen Dienstleister des Volkes, der Kunden und der Genossen, wohlwollend aber kritisch begleitet durch aufmerksame Genossen und deren Vertreter.

Sonntag, 8. Februar 2009

Schäfer-Gümbel und die Ehrlichkeit

Wie sich anlässlich einer kleinen Unvorsichtigkeit herausstellte, ist der in Twitter erschienene "TSGhessen" gar nicht TSG selbst, jedenfalls nicht er alleine, sondern für die angeblich authentische "Person" TSG haben heimlich im Hintergrund andere ebenfalls Nachrichten im "Ich-Format" via Twitter an seine umfangreiche Nachfolgerschaft ("Followers") geschrieben. TSG hatte mindestens einen Ghostwriter, der für ihn sprechen bzw. schreiben durfte! Dass der Ghostwriter im Namen und in Verantwortung für den Spitzenkandidaten den Lesern eine schein-authentische Teilhabe am politischen Leben vorgaukelt, ist für mich a) erschreckend und b) beleidigend, wenn man mit dem Anspruch der Authentizität auftritt.
Vielleicht ist es von der Leserschaft auch naiv gewesen zu hoffen, dass sich ein Spitzenkandidat einer Landespartei so direkt einer kleineren Öffentlichkeit stellt. Direkt, ungefiltert, ohne Schutzmantel der Apparate, Sekretäre/Sekretärinnen/Assistenten, Mitarbeiter. Ja, es wäre mutig gewesen. Es hätte eine ehrliche Kommunikation werden können, auf gleicher Augenhöhe.

War es aber nicht. Nein, TSG macht weiter, was Y vormachte - Wortbruch, Enttäuschung, mit einem Wort: "SPD". Weiter so!

Apropos "Weiter so": TSG schrieb / lies vor der Wahl schreiben, er würde weiter einladen, berichten, aktiv sein... War er es, als es doch nicht mit den 45% Unentschlossenen zum neuen Ministerpräsidenten von Hessen nicht ganz langte? Oder fehlt er uns oder die Lügen und Scheingedanken eines Schein-MP? Ich denke: NEIN. Es war ein linkes Experiment, linkisch durchgeführt, alle Leser wurden "gelinkt" und dann lies er die Leser einfach nur noch Links liegen. Danke, lieber TSG!

Danke aber auch und gerade an Barracuda Zeisberger für die guten, geleisteten Dienste! Erstmal den SPD-Funktionären dieses Experiment im neue Medium einreden und dann dem Auftraggeber so elegant wie unabsichtlich den gelieferten Teppich unter dem Füssen wegziehen. Shit happens, again! So wurde auf Kosten der SPD doch ein Lehrstück für die interessierte Öffentlichkeit daraus. Auch der neue SPD-Chef ist wortbrüchig und unverlässlich.

Warum noch immer mehr wie 2000 Follower auf das Wiederkunft des Herrn TSG warten, lässt mich erschaudern (andererseits warten andere Leute seit 2000 Jahren auf die Wiederkehr ihres Herren und was sind da schon 5 Jahre Diaspora und Interregnum!). Auf was warten die? Wo ist noch der Unterhaltungswert, der Nachrichtenwert?

Aktuell trifft man auch hie und da andere Politiker im Twitter... Politiker, die in ihrer Karriere noch Wahlen gewinnen wollen/müssen und es auch wagen der Wählerschaft einen Einblick in ihr Leben zu geben und mit ihnen zu kommunizieren. Mögen sie die Fehler ihres Vorgängers TSG vermeiden und authentisch bleiben. Lieber keine Nachricht, als eine gelogene! (War das nicht immer das Motto und Arbeitsgrundlage der BBC?)

Wir haben in unserem Land ein Wahlrecht mit mindestens einem 50:50 Anteil für Persönlichkeitswahlen (gerade nicht den Ministerpräsidenten, aber z.B. Oberbürgermeister, Landräte, etc). Gerade im Web2.0 können sich diese Persönlichkeiten schnell, günstig und auch bedienungstechnisch sehr einfach präsentieren, um sich und ihre Positionen bekannt zu machen. Die Verbreitung von Internet-Technologie hat immer zugenommen. In der Mehrheit aller Haushalte steht bereits mindestens ein Internet-fähiger PC. Dort sind auch Wähler, die informiert werden wollen und sich - neben den klassischen Werbemitteln auch gerne mal ein *persönliches* Bild vom Kandidaten machen wollen. Bei Wahlen kann dieser persönliche Kontakt dann ausschlaggebend sein. Der Kandidat kann sicherlich nicht alle Haushalte seines Wahlgebietes besuchen, vielleicht wollen die Leute auch garnicht alle besucht werden. Aber das Angebot, sich über das Leben, die Gedanken, die Ziele des Kandidaten umsonst und zeitnah informieren zu lassen, ist schon "geil", zumal wenn es die Möglichkeit einer direkten Rückkoppelung gibt.

Ich glaube nicht mehr an die Macht der Wahlplakate, die auf dem Mittelstreifen unserer Städte wochenlang mit unsäglichen Sprüchen die Sicht versperren und als letztden Daseinszweck dem Agressionsstau der sonst zu kurz gekommen als Ventil dienen müssen. Ich glaube nicht mehr an die Wirksamkeit des "Infostandes", wenn man sich in kältesten Winterwind von den Passanten anspucken lässt, Kindern Luftballons aufnötigt, um den Eltern die unleserlichen Broschüren aufzuzwingen, die nach wenigen Metern doch im Papierkorb landen. Sichtbar bleiben kann und muss ein Politiker

Wichtig ist "den Leuten" zuzuhören und das kann man auf Twitter. Wichtig ist mit "den Leuten" zu reden, d.h. etwas zu sagen, zu erwiedern, zu antworten. Wenn man auch mal eine zugetragene Idee aufnimmt, eine bisherige Position relativiert oder verändert, DAS macht Eindruck - so schafft man Vertrauen - Mit Lüge und Wortbruch schaft man Politikverdrossenheit!

Samstag, 7. Februar 2009

Der Rote Ordner - Ursachen und Folgen

Gerade werfe ich einen Blick in "den roten Ordner" der Partei, die sich gerade "Die Linken" nennen (früher bekannt und gefürchtet als KPD oder SED)...

Es ist nett auch mal in Unterlagen anderer Parteien zu schauen und feststellen zu können, dass deren Qualität auch nicht besser wie die Qualität Anderer ist :-) z.B. fehlen Verlinkungen innerhalb des PDF, der Nutzen und Sinn eines Hypertextes ist auch nach 50 Jahren noch nicht klar geworden - wohl so wenig wie der von geheimen Wahlen und Demokratie - aber lassen wir das ;-)

Im Kapitel "Politische Ausgangslage" wird es interessanter. Die Linke meint, sie habe die "Meinungsführerschaft" in einigen "wichtigen" Themen... Was sie zugegebenerweise hat, ist die Aufmerksamkeit "führender Massenmedien". Dies kann wohl kaum alleine auf eine schwere Rot-Grün-Gedankenvergiftung oder die schlichte "wessen Brot ich es, dessen Lied ich sing" (im SPD-eigenen Zeitungs- und Verlagswesen) zurückzuführen. M.E. verwenden "Die Linken" tatsächlich erfolgreicher als Andere eine spezielle Sprache und Formulierung, die einfach gut zu transportieren ist. Da wird von "sozialer Gerechtigkeit" gesprochen, aber mit der Begriffsbreite gespielt - Jeder Hörer, Transporteur kann (! und soll) sich sich sein / ihr eigenes Verständnis darüber machen - die Linken "fordern" sie jedenfalls und das scheint (!) doch schon mehr zu sein, als die anderen Parteien dafür tun. SO erhalten sie einen gefühlten Vorsprung, ohne sich in der Sache oder tatsächlich einen einzigen Millimeter bewegt zu haben, geschweige denn, dass sie für die Bürger im Ganzen oder in Teilen tatsächlich etwas bewegt haben.

Grundlage des Ganzen ist eine Begriffshoheit über Themen, die in letzten Jahren angepackt werden mussten, aber in ihrer Gänze, Breite und Tiefe "dem Bürger" nicht erklärt wurden (Ich nehme an, dass auch die damals betroffenen Politiker erklärt bekommen haben und die sind ja nicht wirklich "schlauer" wie die Nicht-Politiker! Wenn die's begriffen haben, dann begreift es auch das Volk ;-).

Der "Mindestlohn" ist nach Ansicht der tatsächlichen Fachleute (Ökonomen, nicht Ökologen, früher genannt "Volkswirte", vergl. Ausbildung von Helmut Schmidt. SPD) ein Schuss ins Knie gerade der Bevölkerungskreise, für die vorgeblich etwas getan werden soll, für die "etwas" zu tun, sich die betroffenen Kreise gerne wünschen. Was genau in welcher Menge und in welcher Reihenfolge getan werden muss, dass müssen diese Kreise leider (mangels Ausbildung?) anderen überlassen - sie MÜSSEN vertrauen, große Teile WOLLEN vertrauen.

Andererseits könnten die Politiker der anderen Parteien sicherlich auch vieles erklären, diskutieren, Gründe benennen und Ziele konkretisieren. Was würde passieren:
  • Es dauert.
  • Es ist kompliziert.
  • Es ist nachvollziehbar, dass man nicht alles bekommen wird, was man sich nur wünschen kann.
  • Es könnte sogar dabei herauskommen, dass man selbst in mancher Hinsicht geschlafen hat, selbst Fehler gemacht hat.
  • ...
Während dessen steht "die Linke" dabei und pickt sich die Rosinen heraus, schreit, stichelt, verleumdet, verdreht... SIE hat ja immer "das RICHTIGE(tm) gewollt, aber die anderen..."!!

Ist die Rente noch sicher? Wird die jetzt in lebende Generation noch eine menschenwürdige Rente bekommen? Eine Grundrente für alle, egal welche Anstrengungen und Leistungen im Leben erbracht wurden oder eine differenzierte Rente? Ist "der Linken" doch egal - Hauptsache sie bekommt erstmal Posten, Pöstchen und MACHT(tm)!

Ist ALG I in diesem verstaatlichten System überhaupt bezahlbar, wenn z.B. die Hälfte der Beiträge für die Selbstverwaltung der BA drauf geht? Wäre es nicht gerade die richtige Zeit, die BA gänzlich aufzulösen und den Bürgern wieder die Möglichkeit zu geben, sich in der Höhe und Qualität selbst zu versichern, wie sie es bezahlen wollen und können?!
Der Markt(tm) würde in kürzester Zeit Angebote auf diese Nachfrage schaffen, die Preise würden transparent und flott dafür sorgen, dass es mit den Managergehältern nach unten und mit der Zahlungsdauer nach oben ginge - ein Segen für die "Beitragszahler". Sicherlich finden sich auch prompt Gesellschaften, die für eine langjährige Mitgliedschaft niedrigere Beiträge und/oder längere Zahlungsreihen ermöglichen können.
DAFÜR braucht man nur (!) den Markt, aber keine Beamten, keine Funktionäre, keine BA und keinen Minister oder Staatssekretär - keine arbeitspolitischen Sprecher, Arbeitskreise und Klüngel. DAS finanziert auch ein paar Monate mehr ALG für Ältere - aber nicht nach dem Gusto "der Linken"!

Ich möchte gerne widersprechen, dass Überschriften geändert werden - vielleicht ist es tatsächlich so. Gerade die alte Tante SPD versucht - im irrationalen Versuch die Linke noch links außen zu überholen - die immer so plakativ vor sich her getragenen Begriffe wieder mit Leben zu erfüllen. Leider hat sie inzwischen doppelte Demenz - Sie hat sich mal von den links-sozialistischen Schaum/Traumschlägereien verabschiedet und damit in der Folge beachtliche Erfolge erzielt (Brandt?). Sie hat sich dann von früher deutlicher ökologisch-feministisch-marxistisch-leninistisch-maoistischen Grünen und jetzt von "der Linken" dann aber den Schneid abkaufen lassen. Die "Fortschrittlichsten" Jusos hatten jedenfalls zur ministeriellen Vereidigung KEINE Turnschuhe an - holla!
Warum hat die SPD seitdem auf den Deckel bekommen? Weil sie inzwischen seit Jahrzehnten "keinen Arsch mehr in der Hose hat", endlich mal die Wahrheit zu sagen, selbst wenn sie unschön ist. Sie wollten so gerne, aber sie wussten, dass sie anders mussten! Und sie haben es sich schon damals nicht getraut zu sagen. Nicht im Walldorfer Forst, nicht in Wackersdorf, nicht bei der Rente und auch nicht beim Kosovo-Kriegseinsatz der Bundeswehr.

Die FDP hatte damals die ersten Umweltgesetze durchgebracht - Deutschland war in der Welt bereits in der Umweltpolitik führend! Weiss das heute noch jemand? Glaubt das jemand? Wir haben in den letzten Jahren umweltpolitisch jeden beliebigen Popanz und wirklich jeden Quatsch mitgemacht, aber gebracht hat es NICHTS. Beispielsweise trennen den Hausmüll! Oh, wie schlägt unser armes, schuldiges Mülltrenner-Herz so rein! Ok, auch die Armen müssen jetzt vier Mülleimer bezahlen, die viermal unterschiedlich abgeholt werden, der Müll wird in der ganzen Welt herumgefahren, die gestiegene Qualität ist leider mehrfach so teuer, "da ist der Markt schuld"(tm) ! Dann landet der Müll doch wieder auf einem großen Haufen oder in der "Thermischen Verwertung", die mit getrenntem Müll leider NICHT funktioniert. Neue Mülldeponien nimmt ja keiner mehr auf (nicht mal mehr in Neapel!). Nein - wir verplempern die paar Kröten, die uns staatlicherseits noch nicht genommen wurden und finanzieren einen Grünen Punkt (Grünen Fettfleck?) mit Milliarden, und der markierte Müll wandert doch auf die Halde. Wer hat heute noch den Mut, dem Kaiser (dem Volk) zu sagen "Du bist ja nackt!" bzw "wir haben euch seit Jahren verarscht, ihr habt gezahlt bis sich die Balken bogen, ein paar Funktionäre haben sich den Zaster zugeeignet und der Dreck ist noch da"?
Links wirkt.
Nein Links wirkt nicht, es hat nicht gewirkt, es hat nicht funktioniert, es funktioniert nicht und es wird nicht funktionieren. (Soziale) Marktwirtschaft hat im Westen Deutschlands sehr gut funktioniert, es würde weiter funktionieren, wenn man sie nur zuließe, und sie wird weiterhin gut funktionieren! Man vergleiche dazu die überlassenen Wismut-Landschaften und den Baikalsee mit dem Ruhrgebiet und dem Bodensee. Man vergleiche wieviele Hundertausende Menschen lieber von Russland nach Deutschland ziehen und wieviele es umgekehrt in den Osten zieht?! Dutzende oder Hunderte? (Nix gegen Russland - Unberührt soll es ein schönes Land sein!)

Was ist eine Lehre daraus? Auch die so vornehme (akademisch-noble?) Zurückhaltung der FDP sollte durch eine alltagstaugliche, praktische, transportierbare, ehrliche Sprache ersetzt werden. Die FDP sollte weiterhin aber noch wesentlich pointierter aufzeigen, wo der Popanz und Unsinn beginnt, warum die Wolkenkuckucksheime der Linken und Rechten in den Abgrund führen. Sie kann und darf und sollte sich für die noch vorhanden Kreise einsetzen, die meinen durch Leistung und Ehrlichkeit für sich, für ihre Familie, in ihrer Stadt, in ihrem Kreis, in ihrem Land, auf ihrem Kontinent noch gutes zu SCHAFFEN und nicht anderen mit Gewalt und Zwang immer mehr wegzunehmen. Die FDP hat von allen am ehesten ein reines Gewissen für Wahrheit und Weisheit zum Nutzen aller gearbeitet zu haben. Es muss nur noch transportiert werden, in die Köpfe und die Herzen der Bevölkerung, bevor die grünen, linken und rechten Sozialisten es endgültig versauen.
Veränderung ist möglich.
Ich sehe die Aufgaben in einem politischen Richtungswechsel - Mehr Ehrlichkeit, mehr Klarheit, mehr Bürgerorientierung, mit weniger Bürokratie, weniger Steuern für mehr freiwillige und weniger erzwungene Solidarität unter den Menschen dieses schönen Landes. Die Aufgabe liegt - und da bin ich FORMAL einige mit der Linken - in der Stärkung und Erhaltung und Erneuerung der Vorteile unserer westlichen, sozialen, marktwirtschaftlichen und freiheitlichen Demokratie, bei schneller und klarer Korrektur der Fehler und Schwächen, wie unnötiger Bürokratie und zu großer Komplexität. Dadurch werden wir - wie bisher - uns und unsere Gesellschaft umbauen und anpassen. Dies werden wir nach innen und außen mit hoffentlich klaren Worten und ausreichend Rückrat vertreten.

Wählt uns , mischt euch ein, macht mit - EURE Stärke ist euer Handeln

Nicht euer Erdulden, dass die alten Diktatoren wieder das Ruder in den Abgrund führen.
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